Innenpolitik

Terrorismusexperte: "Gefährder legen nur den Samen"

Wie potenzielle Terroristen in Flüchtlingsquartieren Unmut schüren. "Man muss aufpassen, was die Schläfer vorhaben", sagt ein Undercover-Reporter.

„Man hat zu viele unkontrolliert hereingelassen“, sagt der aus Pakistan stammende Journalist und Terrorismusexperte Shams Ul-Haq. SN/sn
„Man hat zu viele unkontrolliert hereingelassen“, sagt der aus Pakistan stammende Journalist und Terrorismusexperte Shams Ul-Haq.

Der aus Pakistan stammende Journalist und Terrorismusexperte Shams Ul-Haq schleust sich immer wieder undercover in österreichische, deutsche und Schweizer Flüchtlingsheime ein. An den Zuständen dort übt er scharfe Kritik - wie an der Flüchtlingspolitik insgesamt.

Wie beurteilen Sie die Lage in den Flüchtlingsheimen heute?
Ul-Haq: Ich bin vor zwei Jahren schon in Wiener Flüchtlingsheimen gewesen, als die Flüchtlingswelle sehr groß war. Jetzt war ich wieder dort unterwegs. Es ist etwas besser geworden, aber es sind neue Probleme aufgetaucht. In Österreich leben viele Mudschaheddin aus Tschetschenien, die sich als Flüchtlinge angemeldet haben. Darunter sind auch welche, die für den "Islamischen Staat" gekämpft haben - sogenannte Schläfer. Da muss man aufpassen, was die vorhaben. Ich habe in Traiskirchen ein paar kennen gelernt, die werden von Moscheen unterstützt. Das sind für mich Gefährder. Es kommen auch mehr Nordafrikaner als früher - da sind auch Gefährder darunter.

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