Innenpolitik

Tiroler AK-Wahl zu Ende - Stimmenauszählung beginnt

Die Tiroler Arbeiterkammerwahl ist am Donnerstag zu Ende gegangen. Das vorläufige Wahlergebnis soll dann am Freitag gegen 16.00 Uhr nach der Sitzung der Hauptwahlbehörde bekanntgegeben werden. Dann wird feststehen, wie die rund 260.000 Mitglieder gewählt haben. Die konstituierende Vollversammlung mit der Wahl des Präsidenten folgt dann am 8. März.

Für Erwin Zangerl gilt es, seine Mehrheit zu verteidigen SN/APA (Archiv)/HERBERT PFARRHOFER
Für Erwin Zangerl gilt es, seine Mehrheit zu verteidigen

Das vorläufige Endergebnis enthält die Briefwahl, die Betriebs-Sprengelwahlen sowie die Bezirksauswertungen. Das endgültige Ergebnis wird dann am 12. Februar präsentiert. Laut vorläufigen Schätzungen dürfte die Wahlbeteiligung unter jener des Urnengangs im Jahr 2014 liegen, hieß es aus der AK.

Für den seit 2008 amtierenden schwarzen AK-Präsidenten Erwin Zangerl, der mit seiner Liste AAB-FCG aktuell 47 der 70 Kammerräte stellt, gilt es, diese komfortable absolute Mehrheit zu verteidigen. Zangerl, der sich wiederholt als scharfer Kritiker der türkis-blauen Bundesregierung zu Wort gemeldet hat, erreichte beim Urnengang 2014 knapp 64 Prozent der Stimmen. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz landete damals die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) mit 18,5 Prozent und 13 Mandaten. FSG-Spitzenkandidat Stephan Bertel will daher naturgemäß zulegen und sieht eine Richtungswahl.

Den Einzug in die Vollversammlung der Tiroler Arbeiterkammer schafften 2014 auch die Grünen mit 8,04 Prozent und sechs Mandaten sowie die Freiheitlichen Arbeitnehmer mit 5,72 Prozent und vier Mandaten. Letztere traten nach Querelen rund um die AK-Fraktion der "Freiheitlichen Arbeitnehmer" und dem Partei-Austritt des Obmanns, Ex-LAbg. Heribert Mariacher, beim aktuellen Urnengang unter der Parteibezeichnung FPÖ an. Die Grünen sind abermals mit Helmut Deutinger ins Rennen gegangen.

Komplettiert wird der Stimmzettel durch die "Kommunistische Gewerkschaftsinitiative" (2014: 1,24 Prozent), "Soli-Tirol" (1,13 Prozent) und die "Gewerkschaftliche Linke" (0,49 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag vor fünf Jahren bei 41,4 Prozent.

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