Innenpolitik

TV-Sendung "Nationalraten" testet politisches Wissen

Der ORF hat am Mittwoch Details zu seiner neuen politischen Quiz-Talk-Sendung "Nationalraten" präsentiert. In jeder Sendung wird Hanno Settele das politische Wissen von fünf Wechselwählern auf die Probe stellen, die Antworten sollen Impuls für die Gespräche sein, die Lisa Gadenstätter mit den Spitzenkandidaten führt.

Settele und Gadenstätter testen Wechselwähler.  SN/APA (ORF)/Thomas Ramstorfer
Settele und Gadenstätter testen Wechselwähler.

Ideengeberin Elisabeth Gollackner, aus deren Feder auch das Konzept für die "Wahlfahrt" stammte, bezeichnete "Nationalraten" vor Journalisten als "Herz mit zwei Kammern": Quiz- und Talk-Teile werden einander innerhalb der ca. 50-minütigen Sendung abwechseln. Die Spitzenkandidaten sollen in der Sendung die ungewohnte Rolle des Beobachters einnehmen und Einblick in das politische Wissen der Bürger bekommen. Man habe jedoch "nicht vor, den Politikern vorzuführen, wie uninformiert die Bürger sind", so Settele.

Im Quiz sollen Themen für die folgenden Gespräche angerissen werden, man wolle den Listenersten der Parlamentsparteien die Möglichkeit geben, das, was im Parteiprogramm steht, auszuführen, so ORFeins-Infochefin Elisabeth Totzauer. Die Spitzenkandidaten sollen ein Gesamtpaket präsentieren und "nicht im tagespolitischen Hick-Hack einen Punkt zu erzielen". Schließlich sollen die Wähler wissen, "was man bekommt, wenn man dort ein Kreuzerl macht".

Bei den fünf Bürgerinnen und Bürgern handelt es sich dezidiert um Wechselwähler und Unentschlossene. Ausgewählt wurden sie in Zusammenarbeit mit einem Meinungsforschungsunternehmen, parteipolitische Aktivität war Ausschlusskriterium. In jeder Sendung wird ein Tagessieger gekürt, der eine "Nationalraten"-Goldmünze mit nach Hause nehmen darf. Am 2. Oktober treten alle Tagessieger noch einmal in einem Finale gegeneinander an. Der Hauptpreis: "Zwei Wahlkarten, ausgefüllt auf den Seychellen."

Mitraten können nicht nur Studiogäste: Zuseher haben die Möglichkeit, über die Online-Plattform "WAHLeins" die Fragen in Echtzeit selbst zu beantworten und die Ergebnisse mit anderen Mitspielern zu vergleichen.

Zu den Kosten der Sendung hält sich Totzauer bedeckt, betont aber, dass sie sehr gering seien, da die Sendung intern produziert wird. "Die ganze redaktionelle Leistung ist aus dem Fleisch von ORFeins herausgeschnitten", so auch Settele.

Gollackner übernahm für "Nationalraten" aber nicht nur den Moderator der "Wahlfahrt", sondern auch etwas von dessen Retro-Charme: Die Spitzenkandidaten werden auf den alten "Club 2"-Möbeln Platz nehmen. Zudem befindet sich im Studio auch ein alter Wurlitzer, dessen genauer Einsatzzweck vorerst nicht verraten wird.

Start der Reihe ist am 18. September mit Matthias Strolz. Bis 2. Oktober wird die Sendung montags und freitags ab 20.15 auf ORFeins zu sehen sein.

Quelle: APA

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