Innenpolitik

U-Haft für Terrorverdächtigen in St. Pölten beantragt

Nach der Festnahme eines terrorverdächtigen 30-jährigen Syrers am Donnerstag in der niederösterreichischen Landeshauptstadt hat die Staatsanwaltschaft St. Pölten am Freitag die Verhängung der U-Haft beantragt. Eine Entscheidung darüber soll im Laufe des Samstags fallen. Der Beschuldigte habe sich bisher leugnend verantwortet, sagte Michaela Schnell, Leiterin der Anklagebehörde, auf Anfrage.

Bei dem Mann handelt es sich um einen Asylwerber, bestätigte ein Kriminalist. Die Ermittlungen stünden am Anfang, fügte er hinzu. Der Verdächtige habe bei der Festnahme keinen Widerstand geleistet. Sichergestellte Datenträger würden noch ausgewertet, ließ die Leiterin der Staatsanwaltschaft wissen. Texte in arabischer Sprache müssten übersetzt werden.

Bei dem Mann bestehe der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, nämlich der radikalislamischen früheren Al Nusra-Front, hatte Schnell am Donnerstag mitgeteilt. Ein konkretes Bedrohungsszenario habe es nicht gegeben.

Quelle: APA

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