Innenpolitik

Unterhaltsgarantie: "Jetzt" kritisiert ungerechte Verteilung

Die Fraktion "Jetzt" kritisiert ihrer Meinung nach zu geringe Unterhaltsvorschüsse. Von Jänner bis August dieses Jahres wurde diese Leistung für 48.577 Kinder ausbezahlt, ergibt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch das Justizministerium. 17.880 Eltern mussten dabei mit weniger als 200 Euro monatlich auskommen. In 1.504 Fällen wurde ein Vorschuss von mehr als 400 Euro gewährt.

Die Regierung spielt auf Zeit, sagt Holzinger SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Die Regierung spielt auf Zeit, sagt Holzinger

Um den Bereich der Unterhaltsvorschusszahlungen gerecht auszugestalten, fordert "Jetzt"-Sozialsprecherin Daniela Holzinger einen fixen Sockel von 250 Euro monatlich, sowie eine Deckelung nach oben. Der laut Anfragebeantwortung durchschnittliche monatliche Unterhaltsvorschuss von rund 215 Euro zeige nämlich, dass viele Alleinerziehende mit sehr geringen Beträgen über die Runden kommen müssen.

"Schockierend" ist für Holzinger, dass die im Wahlkampf versprochene Unterhaltsgarantie immer weiter auf die lange Bank geschoben werde. So heißt es in der Anfragebeantwortung, dass die Fertigstellung eines Reformprozesses erst für Ende 2020 geplant sei. Die Regierung spiele hier bewusst auf Zeit und dränge viele Kinder und Alleinerziehende in die Armut, findet die "Jetzt"-Abgeordnete.

Quelle: APA

Aufgerufen am 28.10.2020 um 05:20 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/unterhaltsgarantie-jetzt-kritisiert-ungerechte-verteilung-61371796

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