Innenpolitik

Van der Bellens Team von Zahl der Gratulationen überrascht

Der Sieger der Bundespräsidentschaftswahl, Alexander Van der Bellen, darf sich über zahlreiche Glückwünsche aus der ganzen Welt freuen. Die bisher eingetroffenen Gratulationen reichen von heimischer Politik über ausländliche Staats- und Regierungschefs bis hin zu UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon. "Das Interesse übertrifft alle Erwartungen", sagte Wahlkampfmanager Lothar Lockl zur APA.

Van der Bellens Team von Zahl der Gratulationen überrascht SN/APA/HANS KLAUS TECHT
Glückwünsche erreichten Van der Bellen über zahlreiche Wege.

Die Zahl der Gratulationen sei noch intensiver als nach dem aufgehobenen Urnengang vom Mai, berichtete Lockl. "Es kommen weltweit positive Reaktionen; auch im Ausmaß ist es überraschend." Der künftige Präsident sehe das Interesse auch als Chance, an der Tradition der außenpolitischen Kontakte von Ex-Präsident Heinz Fischer anzuknüpfen, "aber auch neue Kontakte aufzubauen" - auch im Interesse der österreichischen Wirtschaft und der österreichischen Arbeitsplätze, so Lockl.

Zahlreiche der bisher eingetroffenen Gratulationen wurden mittels des Kurznachrichtendienstes Twitter übermittelt, den auch viele Mitglieder der Bundesregierung, etwa Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) oder Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ), nutzten. Auch via APA-OTS kamen zahlreiche heimische Gratulationen, unter anderem vom Gewerkschaftsbund, der Arbeiterkammer sowie der Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. Auch die Vertreter der Religionsgemeinschaften - u.a. Kardinal Christoph Schönborn, die Israelitische Kultusgemeinde, der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker - sowie Vertreter anderer Parteien wählten den Weg der Aussendung für ihre Glückwünsche.

Noch zahlreicher als die heimische Gratulanten-Schar waren die internationalen Reaktionen. Auf den klassischen Weg des Telegramms griff dabei etwa Russlands Präsident Wladimir Putin zurück, der "aufrichtige Gratulationen" schickte. Auch die Präsidenten Tschechiens und der Schweiz, Milos Zeman und Johann Schneider Ammann, wählten diesen Weg.

Auch im Ausland wurde vielerorts auf Twitter zurückgegriffen, zahlreiche internationale Politiker richteten darüber hinaus ihre Glückwünsche auch über die Medien aus. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel etwa sagte bereits am Tag nach der Wahl, sie freue sich über Van der Bellens Wahlsieg und denke, "sein Ansatz, alles daran zu setzen, auch die Bevölkerung in Österreich wieder zusammenzuführen, ist richtig". Sowohl in Medien-Statements als auch via Twitter gratulierten u.a. Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande, Griechenlands Premier Alexis Tsipras und Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Die EU-Spitze - Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Ratspräsident Donald Tusk sowie Parlamentspräsident Martin Schulz - gratulierte Van der Bellen ebenfalls via Twitter bzw. über die Medien. Neben zahlreichen weiteren Regierungschefs und Außenministern richtete u.a. auch der ungarische Premier Victor Orban seine Glückwünsche aus: "Ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren", erklärte er in einem offenen Brief.

Quelle: APA

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