Innenpolitik

Verhandlungen zu Pflegekräfte-Sonderzug auf Hochtouren

Die Verhandlungen für den ersten Sonderzug mit rumänischen Pflegekräften nach Österreich laufen weiter auf Hochtouren. Die Vorbereitungen in Hinblick auf die Korridorverbindung bleiben derzeit aufrecht, die Pflegeagenturen können bereits buchen. Voraussetzung ist aber eine Einigung zwischen Wien und Bukarest.

Buchungen bereits möglich SN/APA/ROBERT JAEGER
Buchungen bereits möglich

Laut einem Sprecher von Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) "wird verhandelt". Berichte über einen ersten Zug am 10. Mai aus Temesvar nach Schwechat, wollte der Sprecher gegenüber der APA nicht bestätigen. Rumänische Medien hatten über Sonderzüge am 10., 12. und 13 Mai informiert - zwei davon mit Abfahrt aus Rumänien, einer aus Österreich. Das rumänische Transportministerium lehnte eine Stellungnahme dazu ab. Auch das vom rumänischen Transportministerium am Freitagabend angekündigte Datum des 9. Mai wurde bisher offiziell nicht bestätigt.

Von Seiten der ÖBB hieß es gegenüber der APA, dass vorbehaltlich einer Zustimmung der beiden Regierungen der erste Zug am Montag ankommen könnte. "Die Buchungen sind bereits möglich." Die Wirtschaftskammer bestätigte, dass eine entsprechende Vorabinformation an Vermittlungsagenturen gegangen sei. Man warte aber weiterhin auf die Zusage aus Rumänien.

Laut "Tiroler Tageszeitung" kostet die Fahrt mit dem Korridorzug 279 Euro. Darin enthalten seien neben dem Ticket auch ein Corona-Test, der gleich nach der Ankunft geplant ist. Die erste Verbindung stehe für Wien, Niederösterreich und Burgenland zur Verfügung. 24-Stunden-Betreuerinnen für Tirol und die weiteren Bundesländer sollen mit einem zweiten Zug kommen.

Mehr als die Hälfte der knapp 70.000 24-Stunden-Betreuerinnen, die in Österreich tätig sind, kommen aus Rumänien. Pflegerinnen, die ihren Turnus in Österreich freiwillig um vier Wochen verlängerten und nicht zu ihren Familien nach Hause fuhren, können um einen Bonus in Höhe von 500 Euro ansuchen. Die Betreuerinnen können als Ein-Personen-Unternehmen beim österreichischen Härtefallfonds um Unterstützung ansuchen. Voraussetzung ist, dass sie ein österreichisches Konto und eine Steuernummer in Österreich haben.

Quelle: APA

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