Innenpolitik

Harald Vilimsky: "Ich will der Hecht im Karpfenteich sein"

Harald Vilimsky, FPÖ-Spitzenmann für die EU-Wahl, über neue Allianzen, die "heilsame Rolle" der AfD und die Fehde mit Othmar Karas.

Sie haben gesagt, Sie werfen Othmar Karas den Fehdehandschuh ins Gesicht. Karas ist die Nummer eins Ihres Koalitionspartners ÖVP. Warum macht ausgerechnet er Sie so zornig? Harald Vilimsky: Ich kenne Herrn Karas als jemanden, mit dem man zivilisiert diskutieren kann. Ich werfe ihm aber vor, dass er die positive Reformpolitik der Bundesregierung auf europäischer Ebene nicht mitträgt. Er macht Stimmung gegen die Indexierung der Familienbeihilfe für im Ausland lebende Kinder. Das halte ich für fatal. Ich halte es auch für fatal, die Vereinigten Staaten von Europa anzustreben. Wir dagegen haben uns in der Bundesregierung auf das vierte Szenario im Weißbuch der Kommission zur Zukunft Europas festgelegt. Das bedeutet: weniger Kooperation, aber dort, wo es sie gibt, soll sie tiefer und effizienter sein. Die FPÖ steht in voller Übereinstimmung mit dem Programm der Bundesregierung. Karas, der ÖVP-Delegationsleiter ist und Kommissar werden will, steht im Widerspruch dazu.

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