Innenpolitik

Volksabstimmung über Kloster im Burgenland?

405 Unterschriften haben die Gegner eines geplanten griechisch-orthodoxen Klosters in St. Andrä am Zicksee (Bezirk Neusiedl am See) gesammelt. Bürgermeister Erich Goldenitsch (SPÖ) bestätigte am Montag einen Bericht des ORF Burgenland. Die Gegner des Baus hätten somit genug Stimmen beisammen, um eine Volksabstimmung zu erwirken. Derzeit wird jedoch noch die Gültigkeit der Unterschriften geprüft.

329 gültige Unterschriften sind laut Bürgermeister notwendig. Von den 405 Stimmen habe sich bis jetzt eine als nicht gültig erwiesen. Bis Dienstagmittag soll die Auswertung abgeschlossen sein. Er selbst habe "eigentlich nicht damit gerechnet", dass so viele Menschen unterschreiben würden, sagte Goldenitsch.

Gerhard Mauersics erklärte seitens der Projektgegner, dass es "relativ leicht" gewesen sei, die Stimmen zu sammeln. Die Bürger seien inzwischen gut informiert. Angesichts des großen Überhangs an Unterschriften zeigte er sich optimistisch, dass es zur Volksabstimmung kommen werde. Gleichzeitig forderte er, dass im Ort wieder Ruhe einkehren möge. "Der Ton ist rau geworden", berichtete Mauersics. Die Menschen, "auch die Befürworter", seien daher aufgerufen, sich zu besinnen.

Der Streit um die Errichtung des ersten griechisch-orthodoxen Klosters im Burgenland schwelt bereits länger. Die Gegner hatten bereits einmal Unterschriften gesammelt, die Gemeinde entschied sich daher Anfang 2016, eine Bürgerbefragung durchzuführen, welche zugunsten des Klosters ausging. Im Dezember 2016 starteten die Gegner erneut eine Unterschriftensammlung um eine Volksabstimmung zu erwirken.

Quelle: APA

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