Innenpolitik

Wählerströme und Motive - die Wahl in Grafiken

Alexander Van der Bellen hat die Wiederholung der Bundespräsidentenwahl klar gewonnen.

Wählerströme und Motive - die Wahl in Grafiken SN/apa
Wählerströme und Motive - die Wahl in Grafiken.

Im vorläufigen Endergebnis lag der frühere Grünen-Chef schon am Wahlabend mit 51,7 Prozent klar vor Norbert Hofer von der FPÖ.

Vorläufiges Wahlergebnis

Die am Montag auszuzählenden Wahlkarten dürften den Vorsprung auf 53,3 Prozent vergrößern, Hofer dürfte auf 46,7 Prozent kommen.

Angelobt wird Van der Bellen am 26. Jänner, zumal die FPÖ diesmal auf eine Wahlanfechtung verzichten will.

Wählerströme

Der künftige Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sowohl seine Wähler vom 22. Mai als auch die Nichtwähler besser mobilisieren können als FP-Konkurrent Norbert Hofer. Demnach konnte Van der Bellen 98 Prozent seiner Wähler von der aufgehobenen Stichwahl erneut zur Urne bringen, Hofer nur 93 Prozent.

Der Wählerstromanalyse zufolge haben 2,2 von 2,25 Mio. Van der Bellen-Wählern vom 22. Mai neuerlich ihr Kreuz beim früheren Grünen-Chef gemacht. Van der Bellen hat damit nur 55.000 Wähler verloren (und zwar je zur Hälfte an Hofer und die Nichtwähler). Hofer verlor dagegen 147.000 seiner 2,22 Mio. Wähler (ebenfalls zur Hälfte an Van der Bellen und die Nichtwähler).

Außerdem sind der Wählerstromanalyse zufolge fast 70.000 Hofer-Wähler vom 22. Mai zuhause geblieben, umgekehrt konnte Hofer nur 33.000 Nichtwähler für sich gewinnen. Van der Bellen verlor zwar ebenfalls 25.000 Stimmen an die Nichtwähler, gleichzeitig konnte er nun aber 169.000 Nichtwähler vom Mai für sich gewinnen.
Motive

Van der Bellen überzeugte seine Wähler vor allem damit, dass er Österreich im Ausland gut vertreten könne (für 67 Prozent "sehr wichtiges" Motiv) sowie mit seiner pro-europäischen Haltung (65 Prozent). Amtsverständnis (59 Prozent) und Kompetenz (58 Prozent) waren ebenfalls wichtige Entscheidungsmotive. 42 Prozent der Van der Bellen-Wähler erklärten, dass es ihnen eher um die Verhinderung des Gegenkandidaten gegangen sei. 54 Prozent sahen auch eine Richtungsentscheidung für Österreich.

Hofers Wahlkampagne wiederum hat vor allem mit der Anti-Establishment-Botschaft gepunktet. Seine Wähler machten ihr Kreuz überwiegend wegen ihm (51 Prozent), und nicht um den Gegner zu verhindern (24 Prozent). Wichtigste Wahlmotive für Hofer waren, dass er die Sorgen der Menschen verstehe (55 Prozent "sehr wichtiges" Motiv), kompetent sei (55 Prozent) und gegen das etablierte politische System auftrete (54 Prozent). Für 52 Prozent war ein sehr wichtiges Wahlmotiv, dass Hofer wichtige Veränderungen im Land anstoßen könne.
Ergebnisse nach Bundesländern

Mehrheiten nach Bezirken

Grüne - Ergebnisse bei Bundespräsidentenwahl

Wahlbeteiligung seit 1951

Bundespräsidenten seit 1945

Quelle: SN

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