Innenpolitik

Wahlkarten: Grüne in Stadt Salzburg auf Platz zwei

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der ÖVP, der FPÖ und den Grünen: Am Montag wurden in Salzburg die Stimmen der Briefwähler ausgezählt. Profitiert haben vor allem die ÖVP und die Grünen.

Nach dem Auszählen der insgesamt 33.442 Wahlkarten liegt die SPÖ in der Stadt Salzburg weiter auf dem ersten Platz. Die Sozialdemokraten erlangten 23,7 Prozent der Stimmen. Spannend war es vor allem im Rennen um den zweiten Platz, den letztlich die Grünen einnehmen. Sie erreichten 20,7 Prozent der Stimmen. Nur knapp dahinter liegt die ÖVP mit 20,3 Prozent, die nun vom vierten auf den dritten Platz vorgerückt ist. Zwei Plätze eingebüßt hat nach Auszählung der Briefwähler die FPÖ, die nun auf 18,7 Prozent kommt. Die Neos haben in der Stadt Salzburg 6,3 Prozent der Stimmen bekommen, das Team Stronach 4,9 und das BZÖ 3,2 Prozent.ÖVP liegt im Bundesland Salzburg vor SPÖ Die ÖVP legte durch die Briefwähler um 0,3 Prozentpunkte zu und erreichte im Bundesland Salzburg insgesamt 26,7 Prozent. Die SPÖ verlor nur minimal und bleibt bei 23,1 Prozent. Die FPÖ verlor deutlich: Mit einem Prozent weniger Wählerstimmen liegen sie nun bei 21,3 Prozent. Die Grünen konnten bei den Briefwählern indes punkten. Sie gewannen noch ein Prozent auf 14,7 Prozent. Für Team Stronach, Neos und die weiteren Kleinparteien brachten die Wahlkarten kaum Veränderungen. Das Team Stronach kam auf 5,2 Prozent und Neos auf 4,5 Prozent der Stimmen.

Wahlbeteiligung sinkt um vier Prozent

Die Wahlbeteiligung steigt nach Auszählung der Briefwählerstimmen in Salzburg auf 74,2 Prozent und wird nach der Auszählung der Wahlkartenstimmen fremder Wahlkreise am Donnerstag rund 74,5 Prozent betragen. Insgesamt bedeutet das die geringste Wahlbeteiligung in der Geschichte der Zweiten Republik. Bei der letzten Nationalratswahl gaben vier Prozent mehr ihre Stimme ab.

Ausständig sind in Salzburg noch 1150 Wahlkarten, die in anderen Bundesländern abgegeben wurden oder an Auslandsösterreicher gingen. Diese werden am Donnerstag ausgezählt. Dann steht das endgültige Ergebnis der Nationalratswahl 2013 fest.

Kaum Auswirkungen auf Mandatsverteilung

Die Auszählung der Stimmen der Briefwähler hat laut dem Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp, keine Auswirkungen auf die Mandatsverteilung. Zwar hat die FPÖ im Regionalwahlkreis Lungau/Pinzgau/Pongau das Grundmandat verloren. Im zweiten Ermittlungsverfahren auf Landesebene holten sich die Freiheitlichen dieses Mandat allerdings wieder zurück. Insgesamt werden im Land Salzburg also sieben Mandate vergeben: Jeweils zwei an ÖVP, SPÖ und FPÖ sowie eines an die Grünen.

Quelle: SN

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