Innenpolitik

Warum in Österreich alles so lange dauert

Als die Regierung im Juni beschloss, es Asylbewerbern zu erlauben, mehr gemeinnützig zu arbeiten, war Gemeindebundchef Helmut Mödlhammer a) erleichtert, merkte aber b) an, das werde nur klappen, wenn nicht wieder alles auf Punkt und Beistrich geregelt wird, sondern der Bund den Bürgermeistern zutraue, das Wort gemeinnützig richtig zu deuten, und darauf vertraue, dass es ihnen um die Integration geht. Was geschah? Das Gegenteil. Es wird über Listen gebrütet, die mögliche gemeinnützige Tätigkeiten haarklein aufführen; es wird erbittert über die Entlohnung der Asylbewerber gestritten. Derzeit zahlen die Gemeinden bis zu fünf Euro pro Stunde. Die Länder fordern nun einheitlich fünf Euro, der Innenminister generell nur 2,50 Euro.

Weiterlesen wenn Sie mehr wissen wollen

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 15.11.2018 um 07:12 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/warum-in-oesterreich-alles-so-lange-dauert-986761