Innenpolitik

Warum Kurz nach Moskau flog

Österreichs Außenminister führt 2017 den Vorsitz in der OSZE. Das ist eine gute Gelegenheit, eigene Akzente in der Russland-Politik zu setzen.

Sie treten für eine schrittweise Rücknahme der Sanktionen gegen Russland ein. Wie könnte so etwa ablaufen?
Sebastian Kurz: Aus meiner Sicht ist es entscheidend, dass Russland nicht den Eindruck hat, die EU wäre zufrieden mit dem derzeit so angespannten Verhältnis. Moskau muss wissen, dass es ein ernsthaftes Interesse nicht nur an einer Lösung des Konflikts in der Ostukraine gibt, sondern auch an einem positiven Miteinander zwischen EU und Russland. Dazu braucht es eine neue Dynamik. Wir sollten wegkommen von den Sanktionen als Modell der Bestrafung hin zu einem Modell des Ansporns. Daher halte ich eine schrittweise Lockerung im Gegenzug für jede Verbesserung vor Ort für ein Signal, das vielleicht diese neue Dynamik auslösen könnte.

Weiterlesen wenn Sie mehr wissen wollen

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 16.11.2018 um 12:54 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/warum-kurz-nach-moskau-flog-512989