Innenpolitik

Wem nützt eine Neuwahl?

Die Koalition ist - wieder einmal - am Ende. Die SN analysieren, wie die Chancen der Parteien bei einer vorverlegten Wahl am 21. Mai stünden.

Die inhaltlichen Übereinstimmungen zwischen SPÖ und ÖVP scheinen aufgebraucht. Die geplante Überarbeitung des Regierungspakts kommt nicht voran, weil die ÖVP - dies ist die Lesart der SPÖ - nicht auf die Vorschläge reagiert, die Bundeskanzler Christian Kern bei seiner Grundsatzrede in Wels gemacht hat. Beide Parteien bezichtigen einander, in eine vorverlegte Neuwahl flüchten zu wollen. Wie stehen die Chancen der Parteien, sollte die Koalition platzen und die Wählerschaft am 21. Mai zu einer vorverlegten Wahl gerufen werden?

SPÖ
Den stärksten Antrieb für eine vorverlegte Neuwahl hat zweifellos die SPÖ, namentlich deren Vorsitzender Christian Kern. Zwar liegt die SPÖ in allen verfügbaren Umfragen deutlich hinter der FPÖ, der neue Kanzler hat aber eine realistische Chance, mit seinem persönlichen Bonus eine Aufholjagd zu starten und einen Wahlerfolg zu landen. Denn die Marke Kern zieht immer noch: Nach seinem Auftritt in Wels legte der Kanzler auf der APA/ OGM-Vertrauensskala prompt um einige Punkte zu. Ein Wahlkampf mit Kanzler Kern sollte die SPÖ also beflügeln, vor allem dann, wenn sich der Wahlkampf auf die Frage zuspitzt: "Wollt ihr Kern oder Strache als Kanzler?"

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