Innenpolitik

Wie die internationale Presse Van der Bellens Wahlsieg kommentiert

Die Wahl des neuen Bundespräsidenten hat in der westlichen Welt für große Aufmerksamkeit gesorgt. Hier die Schlagzeilen der großen Tageszeitungen.

Wie die internationale Presse Van der Bellens Wahlsieg kommentiert SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Alexander Van der Bellen.

Europäische und amerikanische Zeitungen kommentieren den Sieg des grünen Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen bei der Bundespräsidentenwahl:

- "La Repubblica" (Italien): "Van der Bellen Präsident in Österreich. Der Populist Hofer abgestraft."

- "Corriere della Sera" (Italien): "Der grüne und fortschrittliche Kandidat Alexander Van der Bellen ist also der Sieger der Präsidentenwahl in Österreich."

- "Il Giornale" (Italien): "In Österreich gewinnt Van der Bellen, europafreundlicher Einwanderungsbefürworter."

-"Dennik N" (Slowakei): "Er verteidigt die EU, Homosexuelle und Immigranten. Der Präsident Österreichs wird das Gegenteil eines europäischen Populisten."

- "Le Monde" (Frankreich): "Ein Teil der Wählerschaft ist vielleicht aufgeschreckt, um den internationalen Ruf Österreichs zu schützen."

-"Le Figaro" (Frankreich): "Auch wenn sein Amt symbolisch ist, der neue Präsident wird die Aufgabe haben, die Risse, die sich innerhalb der traditionellen politischen Parteien aufgetan haben, wieder zu schließen."

- "Les Echos" (Frankreich): "Die österreichischen Wähler haben die Vorhersagen Lügen gestraft, die prophezeiten, dass sich nach der radikalen Wahl der Briten für einen Brexit und der Wahl von Donald Trump in den USA die populistische Welle in Europa fortsetzen würde."

- "NZZ" (Schweiz): "Das Wahlresultat zeigte den Freiheitlichen, die einer Mehrheitsfähigkeit so nahe kamen wie nie zuvor, ihre Grenzen auf. Das ist auch für Europa ein gutes Zeichen, wo der Aufstieg der Rechtspopulisten in den letzten Monaten geradezu als Naturgesetz erschien."

- "The Guardian" (England): "Der Seufzer der Erleichterung nach dem Sieg Alexander Van der Bellens in der Wahlwiederholung der österreichischen Präsidentenwahlen war in ganz Europa zu hören."

- "The Times" (England): "Österreich lehnt extreme Rechte ab und stimmt für Grün."

- "Daily Mail" (England): "Ist Europas Brexit-Revolution vorüber? Schadenfrohe Unterstützer der Linken schwenken Plakate mit ,Gott sei Dank', nachdem der rechte Kandidat die österreichischen Präsidentenwahlen verliert, die der EU einen schweren Schlag versetzen sollte."

- "El Pais" (Spanien): "Der Sieg des progressiven Alexander Van der Bellen über den Kandidaten der extremen Rechten, Norbert Hofer, (...) lädt zum Aufatmen ein, aber er ist auch ein ernsthafter Weckruf für ganz Europa, das nun einige wichtige Lehren aus der Wahl ziehen sollte (...). In diesem Schicksalsjahr, in dem der Sieg der Demagogie des Brexit auf dem ganzen Kontinent extremistischen und ausländerfeindlichen Reden Flügel verliehen hat, ist die Entscheidung der Österreicher, Van der Bellen zu wählen - vor allem aber, Hofer nicht zu wählen - eine exzellente Nachricht für Europa und für alles, wofür es steht."

- "El Mundo" (Spanien): "Die Österreicher haben Nein zum Populismus gesagt."

-"Sme" (Slowakei): "Die Gefahr des ersten rechtsextremen Präsidenten an der Spitze eines Staates der Europäischen Union haben die Österreicher ausgebügelt, der freiheitliche Kandidat Norbert Hofer wird nicht Präsident."

- "Magyar Idök" (Ungarn): "Ob das Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen oder Norbert Hofer heißt - am Wesentlichen ändert das nichts. In Österreich ist nämlich das seit dem Zweiten Weltkrieg bestehende, auf der Großen Koalition von Linken und Rechten gegründete politische System gescheitert."

- "Lidove noviny" (Tschechien): "Als Norbert Hofer im Mai beinahe die Präsidentenwahl in Österreich gewonnen hätte, war es für Europa ein Schock (...) Von Mai bis Dezember ist viel geschehen. Die Brexit-Anhänger gewannen das britische Referendum - ein weiterer Schock. Bei den US-Wahlen siegte überraschend Donald Trump - ein noch größerer Schock. Vielleicht nahm das Pendel der Geschichte eine so rasante Bewegung an, dass nun selbst die Anhänger der österreichischen Rechten zurückschreckten."

- "Washington Post" (USA): "Die Niederlage des österreichischen Rechtsaußen-Kandidaten bei den Präsidentenwahlen ist ein unerwarteter Schub für die EU."

- "New York Times" (USA): "Die Österreicher haben am Sonntag mit ihrer Ablehnung eines rechten Kandidaten für das Präsidentenamt auf einem Kontinent, wo extremistische Politik traditionell zur Katastrophe führt, die Grenzen des Rückenwinds des designierten Präsidenten Donald J. Trump gezeigt."

Das sagt das Netz zur Bundespräsidentenwahl

Es sind aber nicht nur die großen internationalen Medien, die den Wahlsieg von Alexander Van der Bellen kommentieren. Auf Facebook und Twitter finden sich zahlreiche Glückwünsche, Kommentare und Cartoons. Hier ein bunter Auszug aus dem Netz.

Quelle: SNapa

Aufgerufen am 20.09.2018 um 06:40 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/wie-die-internationale-presse-van-der-bellens-wahlsieg-kommentiert-825682

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