Innenpolitik

Wie eine 16-Jährige das Rauchverbot vor dem Verfassungsgerichtshof erzwingen will

"Ich bin leider schon durch meinen Freundeskreis aktive Passivraucherin", sagt Chiara Pallua, die gemeinsam mit ihrem Vater vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) für ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie kämpft.

Chiara Pallua und ihr Vater vor dem Höchstgericht. SN/schli
Chiara Pallua und ihr Vater vor dem Höchstgericht.

Erst am Montag wurde Chiara Pallua 16 Jahre alt, gemeinsam mit ihrem Vater Peter Pallua (53) gehört sie zu den Antragstellern, die die Aufhebung des Rauchverbots vor dem Höchstgericht kippen wollen.

Weshalb sind Sie vor den VfGH gegangen? Peter Pallua: Weil ich glaube, dass wir Erwachsenen eine Verantwortung für die heranwachsende Jugend tragen. - Ich explizit für meine Tochter. Es ist hier sehr viel die Rede gewesen von freier Selbstbestimmung. Die Frage ist: Ist es wirklich so bei Jugendlichen, die ihre Freundschaften in der Gruppe pflegen? Die überlegen sicher nicht primär: Gehen wir dorthin, um in einem gesunden Umfeld zu sein. Da bestimmen ganz andere Themen. Ich glaube, dass wir als Gesellschaft eine Gesamtverantwortung haben, dass man gesund aufwächst, und dass wir im Wesentlichen Bedingungen schaffen müssen für unsere Jugend, dass das bestmöglich gewährleistet ist. Das schaffen andere Staaten in Europa auch, warum nicht auch wir in Österreich? Zumal es ohnedies eigentlich schon so geplant gewesen war.

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