Innenpolitik

Wiener hatte Hakenkreuzfahne im Wohnzimmer

Ein 30-jähriger Wiener ist nach dem Verbotsgesetz angezeigt worden, weil er sich eine Hakenkreuzfahne ins Wohnzimmer gehängt hatte. Das NS-Symbol war von der Straße aus gut sichtbar, deshalb alarmierte eine Zeugin am Montag um die Mittagszeit die Polizei. Die Beamten rückten aus und stellten die Fahne in der Ottakringer Koppstraße sicher.

Laut Polizeisprecher Thomas Keiblinger handelte es sich bei dem Angezeigten um einen bisher nicht einschlägig in Erscheinung getretenen Verdächtigen. Er wurde wegen Wiederbetätigung auf freiem Fuß angezeigt, das Landesamt für Verfassungsschutz in die Ermittlungen eingeschaltet.

Detail am Rande: In der Koppstraße befindet sich auch das Fritz-Stüber-Heim, das seit Jahrzehnten als Treffpunkt für die rechtsextremen Szene in Wien gilt. Derzeit läuft ein Wiederbetätigungsprozess im Wiener Landesgericht gegen einen gebürtigen Deutschen mit dem Spitznamen "Rocker Rolf", der im Juli 2014 vor 20 Gleichgesinnten im Stüber-Heim NS-Lieder gesungen haben soll.

Quelle: APA

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