Innenpolitik

Wifo präsentiert "Hochschulen 2025" Studie

Mehr Geld für die Unis durch die stärkere Erschließung privater Finanzierungsquellen sowie die Einführung von Zugangsregeln empfiehlt das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) in seiner Studie "Hochschulen 2025".

Wifo präsentiert "Hochschulen 2025" Studie SN/apa (archiv)
Mehr Geld für Unis durch private Einnahmequellen.

Die zuletzt beschlossene "Hochschulmilliarde" sei nicht genug.

Vor allem die im internationalen Vergleich niedrigen privaten Ausgaben für den Hochschulsektor müssten steigen. Wifo-Chef Aiginger plädierte daher für Studiengebühren mit einem Stipendienmodell. Daneben müssten aber auch andere private Einnahmequellen erschlossen werden, wie Stiftungen. Auch Wissenschaftsminister Töchterle könnte sich das vorstellen.

Die von der Regierung angestrebte Steigerung der Hochschulausgaben auf zwei Prozent des BIP bis 2020 (derzeit 1,4 Prozent) hält das WIFO im Vergleich zu anderen kleinen Ländern für "nicht sehr ambitiös". Dazu müssten die Ausgaben von derzeit 4,4 auf 8,4 Mrd. Euro jährlich wachsen, was jährliche Mehrausgaben von anfänglich 300 Mio. Euro bis 600 Mio. Euro gegen Ende des Jahrzehnts impliziert.

Das WIFO empfiehlt zwar keine konkrete Höhe von Studiengebühren, doch sollen die Gebühren 100 Prozent der Finanzierungslücke abdecken, müssten sie bei konstantem Finanzierungsanteil 480 Euro pro Semester betragen. Alternativ müssten entweder andere private Quellen wie Stiftungen, Unternehmen, Alumni etc. angezapft oder der öffentliche Anteil erhöht werden.

Mit den Forderungen nach Zugangsregeln, Studienplatzfinanzierung und der Erhöhung des privaten Anteils fühlen sich auch die Rektoren bestätigt, wie die Universitätenkonferenz (uniko) in einer Aussendung bestätigt. "Nur die üblichen Schlagworte" erkennt dagegen die Österreichische Hochschülerschaft.

Quelle: APA

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