Innenpolitik

Wirbel um EU-Ministertreffen-Ausweis für Kaiser Franz Josef

Die Bundesregierung ist Berichten über Sicherheitslücken beim EU-Außenministertreffen Ende August in Wien entgegen getreten. Die für Kaiser Franz Joseph II. ausgestellte Zutrittskarte sei "inaktiv" gewesen, teilte ein Regierungssprecher der APA am Freitag auf Anfrage mit. Es gebe auch keine Informationen, wonach (weitere) Fake-Zutrittskarten in Umlauf seien.

Dem Kaiser bleibt auch nichts erspart SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Dem Kaiser bleibt auch nichts erspart

"Der gegenständliche Badge war inaktiv und es hätte sich dementsprechend kein Unbefugter Zutritt zur informellen Ministertagung der Außenministerinnen und Außenminister verschaffen können. Es lag somit auch keine in diesem Zusammenhang stehende Sicherheitslücke vor", betonte der Sprecher.

Zu den möglichen Hintergründen der Kartenausstellung machte der Sprecher keine Angaben. Die APA hatte ihn zuvor per E-Mail auch gefragt, wie es zur Ausstellung der Karte kommen konnte und ob es sein könnte, dass sich jemand aus dem Team des EU-Ratsvorsitzes einen Spaß erlaubt hatte.

Die Grüne Bundesrätin Ewa Dziedzic hatte in der Angelegenheit eine parlamentarische Anfrage an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) formuliert und von einer "massiven Sicherheitslücke" gesprochen.

Quelle: APA

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