Innenpolitik

Wünsche an den neuen Präsidenten

Am Donnerstag wird Alexander Van der Bellen angelobt. Die Erwartungen an ihn sind hoch.

Van der Bellen wird am 26. Jänner angelobt. apa (afp) SN/Ronald Zak / AP / picturedesk.co
Van der Bellen wird am 26. Jänner angelobt. apa (afp)

Norbert Hofer, Dritter Nationalratspräsident, Ex-FPÖ-Hofburg-Kandidat: Wichtig wäre, dass Alexander Van der Bellen bei CETA nicht zustimmt, wie er das zum Ende seines Wahlkampfs angekündigt hat. Ich erhoffe mir von ihm eine besonnene Amtsführung und vor allem, dass er der Regierung nicht alles durchgehen lässt.

Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer: Der Bundespräsident sollte weiter ein Vermittler zwischen Wirtschaft und Politik sein. Besonders seine Auslandsreisen sind für die Wirtschaft und für die Anbahnung von Geschäften wichtig. Die Ziele der Reisen sollten weiterhin mit der Wirtschaft abgesprochen werden. Außerdem soll Alexander Van der Bellen darauf drängen, dass bei anstehenden Reformen rascher etwas geschieht.

Erich Foglar, Präsident des Gewerkschaftsbundes: Es ist gut, dass es nach diesem langen und schwierigen Wahlkampf endlich eine Angelobung gibt und das Thema beendet ist. Alexander Van der Bellen ist ein Mensch, der durch seine ruhige und besonnene Art der Polarisierung in diesem Land entgegenwirken kann. Und ich bin mir sicher, dass er das Land auch nach außen gut und würdig vertreten kann. Schön wäre es, wenn er so wie Heinz Fischer viele Auslandsreisen unternehmen würde und so als Türöffner für die österreichische Wirtschaft tätig wäre.

Helmut Mödlhammer,
Präsident des Gemeindebundes: Alexander Van der Bellen soll ein Bundespräsident sein, der Mut macht, der die Menschen und ihre Sorgen und Nöte auch versteht. Außerdem müsste er durchaus versuchen, die Regierung zu Reformen zu bewegen. Seine vernünftige Art und Weise könnten hier schon einiges bewirken.

Oliver Vitouch, Rektor, Präsident der Universitätenkonferenz: Alexander Van der Bellen steht für Werte, die auch die Universitäten verkörpern: Offenheit, Internationalität, Austausch, Aufklärung, Humanismus und vor allem Sachlichkeit. Er wird ein Brückenbauer sein, und ein hoffnungspendender Kontrast zu Donald Trump.
Hannes Androsch, Industrieller, Initiator der Bildungsvolksbegehrens: Das Wichtigste ist, dass Van der Bellen gewählt wurde, alles andere hätte dem Ansehen Österreichs schweren Schaden zugefügt. Wir können gar nicht hoch genug einschätzen, welches Renommee uns dieser Wahlausgang gebracht hat, weil er so gänzlich nicht im sonstigen Trend lag. Wir leben ja in Zeiten von Brexit und Trump und Le Pen und anderen Traurigkeiten.

Weiterlesen mit dem SN-Digitalabo

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 22.09.2018 um 07:19 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/wuensche-an-den-neuen-praesidenten-502336