Innenpolitik

Zeuge im Grasser-Prozess kann sich nicht gut erinnern

Am 134. Tag im Grasser-Prozess ist am Mittwoch ein ehemaliger Mitarbeiter des angeklagten Lobbyisten Peter Hochegger als Zeuge geladen. Er hat nach Eigenaussagen primär Verwaltungsaufgaben in der PR-Agentur Hochegger.Com und für dessen Firma Valora AG erledigt und lediglich auf Anweisung von Hochegger Arbeiten durchgeführt.

Die Herren Hochegger, Meischberger, Ainedter und Grasser SN/APA/HANS PUNZ / APA- POOL
Die Herren Hochegger, Meischberger, Ainedter und Grasser

Da er sich nur noch wenig an die über 15 Jahre zurück liegende Causa erinnern konnte, ging Richterin Marion Hohenecker mit ihm seine damaligen Aussagen vor den Ermittlern durch. Den Erstangeklagten Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser habe er genauso wenig wahrgenommen wie den mitangeklagten Makler Ernst Karl Plech. Der ebenfalls angeklagte Walter Meischberger hingegen sei öfter zu Hochegger gekommen.

Der Zeuge Günter P. war sowohl in die Verwaltung der Telekom-Zahlungen involviert als auch in die Buwog-Zahlungen und die Abrechnung mit der Porr, die laut Anklage beide Schmiergeld betrafen. Er habe aber von den Leistungen dahinter keine Ahnung, sondern habe immer nur auf Anweisung von Hochegger gehandelt, so der Zeuge in den Protokollen. Dies bestätigte er auch am Mittwoch.

Da der Zeuge auch zur Buwog und zur Linzer Causa befragt wird, mussten erstmals im Jahr 2020 wieder alle Angeklagten zum Prozess kommen. Weil es am Dienstag nur um die Telekom-Causa ging, war Grasser nicht dabei.

Quelle: APA

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