Jetzt kommt Kurz

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Politik | Innen- & Außenpolitk Martin Stricker

Außenminister Sebastian Kurz tut, was er am liebsten tut, und was sein Job ist: Er vertritt Österreich in der Welt. Das ist 2017 etwas anders als sonst, weil unser Land den turnus mäßigen Vorsitz der OSZE innehat. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit besteht aus 57 Nationen, darunter Russland und die USA, kann nur einstimmig Beschlüsse fassen (also fast gar nicht), ist aber in der Ostukraine auf Beobachtermission.

Sebastian Kurz reiste bereits in das Konfliktgebiet, zeigte sich in schusssicherer Weste. Zum offiziellen Auftakt seines OSZE-Vorsitzes dieser Tage präsentierte er in Wien den aus Funk & Fernsehen bekannten und fachlich außer Zweifel stehenden Terrorexperten Peter Neumann als Sonderbeauftragten. Nicht nur die Ostukraine, auch die Terrorbekämpfung will Kurz ins Zentrum stellen.

Nun erwartet niemand Besonderes von der OSZE. Die Organisation ist vor allem ein Gesprächsforum, immerhin. Und immerhin bietet sie einen schönen Hintergrund, vor dem sich der Kronprinz der österreichischen Innenpolitik fern aller Niederungen weiter profilieren kann. Schon richtig.

Andererseits ist Sebastian Kurz zwar ehrgeizig und immer selbstbewusster, aber auch von seiner Agenda überzeugt. Er glaubt an die Bedeutung dessen, was er sich vornimmt, nun also: Bewegung in den Ukraine-Konflikt bringen, Terrorprävention ausbauen.

Das macht glaubwürdig und einen gewissen Erfolg wahrscheinlicher. - Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

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