Nationalratswahl 2017

Bürger nahmen Sebastian Kurz ins Kreuzverhör

ÖVP-Obmann Sebastian Kurz hat sich Donnerstagabend bei ServusTV kritischen Fragen gestellt - diese kamen auch von Bürgern.

Zu jung, zu unerfahren: Lange wurde Sebastian Kurz von der politischen Konkurrenz belächelt. Das ist Geschichte. In allen Umfragen zur Nationalratswahl liegen der 31-jährige Außenminister und seine neue ÖVP deutlich vorn.

Beim "Talk im Hangar-7 - Wahl-Spezial" treffen drei Bürger mit ihren Sorgen, Nöten und Erwartungen auf den beliebten Shootingstar - und Sebastian Kurz muss Farbe bekennen.

Die Fragen stellten Verena Zyczkowski (Großhandelskauffrau), Muhammed Yüksek (Angestellter), Ferdinand Kolar (Touristenführer). Ein weiterer Gast war Thomas Hofer (Politikanalyst), die Gesprächsrunde moderierte Michael Fleischhacker.

Kurz zu Integration und Migration

"Wir haben sehr, sehr viele Menschen, die über die Mittelmeerroute kommen, die auf der Suche nach einem besseren Leben sind. Das ist menschlich zu 100 Prozent verständlich, es kann sich aber so nicht ausgehen. Wir haben in Afrika derzeit eine Milliarde Menschen, in 20 Jahren werden es zwei Milliarden sein, Ende des Jahrhunderts sind es vier Milliarden. Das System, dass wir jeden aufnehmen, der zu uns kommen möchte, das wird einfach nicht funktionieren."

Kurz zu Wahlkampf und Strategie

"Ein Politiker versucht nicht immer nur irgendetwas darzustellen oder etwas vorzugeben oder einen Eindruck zu erwecken. Ich bin in die Politik gegangen, weil ich etwas ändern möchte, und ich spreche das aus, was ich mir denke und für richtig erachte."

Kurz zu Sozialstaat

"Wir haben ein System geschaffen in Europa, das dazu führt, dass nicht wir entscheiden, wer zu uns kommen darf, sondern die Schlepper."

"Wenn wir den Sozialstaat aufrecht erhalten wollen, dann wird es notwendig sein, die Zuwanderung ins Sozialsystem zu beenden. Es ist rechtlich schon vieles möglich, wenn man möchte.

"Es hat niemand davon gesprochen, dass die bedarfsorientierte Mindestsicherung in der Höhe für eine Einzelperson reduziert werden soll. Es gibt auch keinen Vorschlag von uns in diese Richtung."

Quelle: SN

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