Nationalratswahl 2017

Grüne bräuchten 36 Prozent der Donnerstags-Wahlkarten

Noch sind zwar nicht alle Stimmen ausgezählt - aber das Ergebnis der Nationalratswahl steht fest. Die fast 37.000 in fremden Wahlkreisen abgegebenen Wahlkarten, die die Landeswahlbehörden morgen, Donnerstag, auszählen, werden nicht viel ändern. Die Grünen bräuchten ein großes Wunder für den Verbleib im Nationalrat: Sie müssten auf rund 36 Prozent bei den Wahlkarten kommen.

Banges Warten auf Donnerstag bei den Grünen SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Banges Warten auf Donnerstag bei den Grünen

Das ist höchst unwahrscheinlich: Von den 753.497 gültigen Briefwahlstimmen, die am Montag ausgezählt wurden, entfielen 6,3 Prozent auf die Grünen. Das war zwar mehr als das doppelte als ihr Anteil an den Urnenwählern, aber nicht genug - jetzt liegen sie bei 3,8 Prozent. Und das wird sich, wenn es wieder 6,3 Prozent bei den Wahlkarten sind, bleiben.

Veränderungen sind bei ihnen wie bei allen anderen Parteien auch nur hinter dem Komma zu erwarten. Selbst ein ganz ausgerissenes Wahlkartenergebnis würde nichts mehr ändern: NEOS und Liste Pilz sind fix im Nationalrat, auch wenn sie keine einzige Wahlkartenstimme mehr bekommen. Und die FPÖ bleibt Dritte, auch wenn sie alle 37.000 Stimmen bekommt.

Ausgezählt werden die am Sonntag per Wahlkarte oder Briefwahl in einem fremden Wahlkreis abgegebenen Stimmen am Donnerstag von den Landeswahlbehörden. Auch sie dürfen erst um 9.00 Uhr mit den Prüfung und dem "Aufschlitzen" beginnen - und werden ebenfalls bis in die Nacht brauchen. Die Zahl der Wahlkarten ist zwar deutlich geringer (rund 37.000) als am Montag (rund 759.000). Aber dafür sind nur neun Wahlbehörden am Werk. Am Montag waren die 111 Bezirkswahlbehörden zuständig, das Ergebnis lag kurz vor Mitternacht vor.

(APA)

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