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Nationalratswahl 2019

28.700 Stimmen sind in Salzburg für ein Mandat im Parlament nötig

Wie schwierig ist es, in den Nationalrat zu kommen? Das kommt ganz darauf an, in welchem Bezirk man kandidiert.

Bis zu elf Mandate (von 183 Abgeordneten insgesamt) können am Sonntag bei der Nationalratswahl im Land Salzburg vergeben werden. Wenn man annimmt, dass die Wahlbeteiligung und der Anteil der gültigen Stimmen in etwa gleich bleibt wie bei der Nationalratswahl 2017, dann sind rund 28.700 Wählerstimmen nötig, um im Regionalwahlkreis oder auf Landesebene ein Mandat zu erreichen. Das sagt Gernot Filipp, Chef der Landesstatistik.

Wobei das Erreichen eines so genannten Grundmandates auf Regionalwahlkreisebene deutlich schwieriger ist als auf Landesebene. Drei Regionalwahlkreise hat Salzburg: A = die Stadt Salzburg; B = Flachgau/Tennengau und C = Lungau/Pinzgau/Pongau. In der Stadt Salzburg, wo die ÖVP auf ein Grundmandat für Marlene Wörndl hofft, sind voraussichtlich 39 Prozent nötig für ein Mandat. Im Flachgau/Tennengau rund 22 Prozent und im Regionalwahlkreis C rund 26 Prozent. Für ein Mandat auf Landesebene, wo die Grüne Astrid Rössler kandidiert, sind hingegen nur etwa neun Prozent der gültigen Stimmen erforderlich. Mandate, die nicht in den beiden ersten Ermittlungsverfahren zugeteilt werden konnten, werden im dritten Ermittlungsverfahren auf Bundesebene vergeben.

9200 neue Wahlberechtigte

Erstmals wahlberechtigt sind am Sonntag 9200 Salzburgerinnen und Salzburger, die seit der vergangenen Wahl 2017 das 16. Lebensalter vollendet haben. Zudem haben rund 600 Personen durch Einbürgerung das Wahlrecht erhalten, teilt die Landesstatistik mit. Die Zahl der Auslandsösterreicherinnen und -österreicher, die wahlberechtigt sind, ist gegenüber 2017 um rund 300 auf 5742 Personen gestiegen. Zusätzlich sind in diesem Zeitraum rund 2100 potenzielle Wählerinnen und Wähler mehr weg- als zugezogen, weiters sind rund 8100 Personen seit der vergangenen Nationalratswahl verstorben.
In Summe sind damit 395.640 Salzburgerinnen und Salzburger laut den Wählerverzeichnissen der Gemeinden zur Nationalratswahl am 29. September wahlberechtigt. Das sind um 83 Personen weniger als zur Wahl vor zwei Jahren. Erstmals in der Zweiten Republik ist damit die Zahl der zur Nationalratswahl wahlberechtigten Salzburgerinnen und Salzburger gesunken. Einen Rückgang gibt es bei den weiblichen Wahlberechtigten.
Das Durchschnittsalter der wahlberechtigten Personen in Salzburg ist seit der Nationalratswahl 2017 um knapp ein halbes Jahr von 50,4 auf 50,8 Jahre gestiegen.

Der Flachgau hat die Nase vorn

Die Zahl der Wahlberechtigten zeigt: Der Flachgau wächst und wächst und hat die Landeshauptstadt längst überholt.  SN/land salzburg
Die Zahl der Wahlberechtigten zeigt: Der Flachgau wächst und wächst und hat die Landeshauptstadt längst überholt.

Die mit Abstand meisten Wahlberechtigten hat der Bezirk Salzburg-Umgebung mit 114.287 Personen. Die Zahl der Stimmberechtigten ist in der Landeshauptstadt Salzburg um 0,7 Prozent auf 99.178 gesunken. Auch im Lungau gibt es einen Rückgang um 0,7 Prozent auf 16.110 Wahlberechtigte. Im Pinzgau (64.160, minus 0,1 Prozent), Pongau (58.389, plus 0,1 Prozent) und Tennengau (43.516, plus 0,2 Prozent) sind etwa gleich viele Personen wahlberechtigt wie bei der Nationalratswahl vor zwei Jahren.

Quelle: SN

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