Weltpolitik

100 Kämpfer von Al-Kaida bei Luftangriff getötet

Das US-Militär hat bei Luftangriffen auf ein Trainingslager der Terrormiliz Al-Kaida in Syrien eigenen Angaben zufolge 100 Extremisten getötet. Der Angriff habe sich am Donnerstag ereignet, teilte Pentagon-Sprecher Jeff Davis am Freitag mit. Das Camp lag demnach in der nordwestsyrischen Provinz Idlib. Der Angriff erfolgte mit Drohnen und Kampfjets.

Bereits zuvor hatte das US-Verteidigungsministerium die Tötung von ranghohen Al-Kaida-Mitgliedern in Syrien bestätigt. Mohammed Habib Boussadoun al-Tunisi, ein "Verantwortlicher für Auslandsoperationen" des Terrornetzwerks sei am 17. Jänner ebenfalls bei einem Luftangriff auf Idlib getötet worden, hieß es aus dem Pentagon.

Laut Ministeriumssprecher Peter Cook war Tunisi an Anschlagsplanungen gegen "westliche Interessen" beteiligt. Tunisi sei 2014 nach Syrien gekommen, nachdem er sich zuvor "mehrere Jahre in verschiedenen Ländern Europas und des Nahen Ostens" aufgehalten habe. Dort habe er mit zahlreichen Extremisten in Kontakt gestanden.

Laut Pentagon wurde im Jänner auch der Al-Kaida-Kämpfer Abd al-Jalil al-Muslimi in Idlib getötet. Der Tunesier sei Ende der 90er-Jahre von den Taliban in Afghanistan ausgebildet worden. Er habe "viele langjährige Kontakte" zu Al-Kaida-Mitgliedern unterhalten, die in Anschlagsplanungen eingebunden gewesen seien.

Von dem seit der Jahreswende geltenden Waffenstillstand in Syrien sind extremistische Gruppen ausgenommen. Am Montag sollen in der kasachischen Hauptstadt Astana Friedensgespräche beginnen.

Quelle: Apa/Dpa

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