Weltpolitik

13-jährige Palästinenserin an Militärsperre verletzt

Israelische Soldaten haben im Westjordanland eine 13-jährige Palästinenserin mit Schüssen verletzt, weil sie nicht an einer Militärsperre anhalten wollte. Das Mädchen habe Verletzungen an den Beinen erlitten und sei ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan am Mittwoch.

13-jährige Palästinenserin an Militärsperre verletzt SN/APA (AFP)/HAZEM BADER
Bei den israelischen Soldaten liegen die Nerven blank.

Die Palästinenserin sei zu Fuß mit einer verdächtigen Tasche auf die Soldaten zugegangen und habe eine Spur benutzt, die nur für Fahrzeuge bestimmt sei, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Sie habe mehrmalige Aufforderungen zum Anhalten ignoriert, ebenso wie mehrere Warnschüsse. Daraufhin sei ein einzelner Schuss auf ein Bein abgegeben worden. In der Tasche sei danach nichts gefunden worden. Während einer ersten Befragung sagte sie laut Verteidigungsministerium: "Ich bin gekommen, um zu sterben."

Ein Jahr nach Beginn einer Welle palästinensischer Anschläge ist die Gewalt seit Freitag wieder aufgeflammt, nach Wochen relativer Ruhe. Bei Messerangriffen sind seitdem insgesamt sechs Angreifer erschossen worden. Besonders zu Beginn der Anschlagswelle vor einem Jahr waren auch viele jugendliche Palästinenser an Attacken beteiligt. Auch mit Blick auf die bevorstehenden jüdischen Feiertage im kommenden Monat hat Israel die Sicherheitsmaßnahmen in Jerusalems Altstadt und in den Palästinensergebieten verschärft.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 21.09.2018 um 10:16 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/13-jaehrige-palaestinenserin-an-militaersperre-verletzt-1044391

Schlagzeilen