Weltpolitik

13 Tote bei Angriffen auf syrisches Rebellengebiet

Bei Angriffen syrischer Regierungstruppen auf das letzte große Rebellengebiet des Landes sind Aktivisten zufolge mindestens 13 Zivilisten getötet worden. Allein in dem Ort Kafr Nubl im Nordwesten des Bürgerkriegslandes seien zwölf Menschen ums Leben gekommen, darunter auch mehrere Kinder, meldete die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" am Donnerstag.

Ein Mensch starb demnach zudem im Ort Marat al-Numan. Auch die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete über die Angriffe und meldete außerdem insgesamt 27 Verletzte.

Beide Orte liegen in der Region um die Rebellenhochburg Idlib. Die Menschenrechtsbeobachter warfen der Regierung einen Bruch der Waffenruhe in dem Gebiet vor. Insgesamt seien dort in den vergangenen 24 Stunden 22 Menschen bei Angriffen der Regierung getötet worden.

Russland als Verbündeter der Regierung und die Türkei als Unterstützer der Rebellen hatten das Gebiet um Idlib zu einer Deeskalationszone erklärt und sich im vergangenen Jahr auf eine Pufferzone geeinigt. Sie soll eine Offensive der Regierung verhindern. Kontrolliert wird das Gebiet im Wesentlichen von der Miliz Hayat Tahrir al-Sham (HTS), die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahesteht.

In den vergangenen Wochen war die Waffenruhe immer wieder gebrochen worden, wofür die Menschenrechtsbeobachter Syriens Armee und Russland verantwortlich machen. Auch die USA warfen Moskau und der syrischen Regierung von Machthaber Bashar al-Assad "abscheuliche Angriffe auf die zivile Infrastruktur" und auf Siedlungen für Flüchtlinge vor.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 24.10.2020 um 09:00 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/13-tote-bei-angriffen-auf-syrisches-rebellengebiet-68294458

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