Weltpolitik

17 "Diciotti"-Migranten in Rom in Polizeizentrale geführt

17 Migranten, die auf dem Schiff "Diciotti" in Italien ankamen, sind am Freitag von der Polizei in einer Struktur der freiwilligen Hilfsorganisation "Baobab Experience" lokalisiert und zur Identifizierung in eine Polizeizentrale gebracht worden. Dies berichteten die Leiter von "Baobab Experien". Sie zählen zu den laut Innenminister Matteo Salvini von der "Diciotti" untergetauchten 50 Flüchtlingen.

50 Migranten des "Diciotti"-Schiffes waren am Mittwoch untergetaucht SN/APA (AFP/Archiv)/GIOVANNI ISOLIN
50 Migranten des "Diciotti"-Schiffes waren am Mittwoch untergetaucht

Sie seien spurlos aus Aufnahmeeinrichtungen verschwunden, hatte Salvini am Mittwoch berichtet. Die Flüchtlinge hätten "so sehr Bedarf an Schutz, einem Dach über dem Kopf und einer Decke gehabt, dass sie entschieden zu gehen und zu verschwinden", kritisierte Salvini. "Das ist die x-te Bestätigung, dass diejenigen, die in Italien ankommen, keine Skelette sind, die vor Krieg und Hunger fliehen", so der Minister der fremdenfeindlichen Partei Lega.

Die identifizierten Migranten könnten als Illegale angezeigt werden, wenn sie noch keinen Asylantrag eingereicht haben, berichteten italienische Medien. Die überwiegend aus Eritrea stammenden Flüchtlinge waren Mitte August von dem Küstenwacheschiff "Diciotti aufgenommen worden. Salvini verweigerte den Menschen jedoch zunächst, an Land zu gehen. Die Menschen mussten deshalb zehn Tage lang an Bord des Schiffes ausharren.

"Wir haben von den Sicherheitskräften die Garantie erhalten, dass die Migranten aus Eritrea, die in die Polizeizentrale gebracht wurden, freigelassen werden", so eine Sprecherin von Baobab. Sie bestätigte, dass mehrere Migranten des "Diciotti"-Schiffes, die untergetaucht waren, bei Baobab eine Unterkunft gefunden hätten. "Wir haben nichts zu verheimlichen", schrieb sie auf Facebook.

Quelle: APA

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