Weltpolitik

17 Soldaten im Niger von bewaffneten Angreifern getötet

Im westafrikanischen Niger sind am Dienstag 17 Soldaten von bewaffneten Angreifern getötet worden. Elf weitere Soldaten werden nach Angaben aus Sicherheitskreisen vom Mittwoch seit dem Zwischenfall in der westlichen Unruheregion Tillaberi vermisst.

Demnach waren die nigrischen Soldaten in einen "Hinterhalt" geraten und von einer "terroristischen Gruppe Hunderter schwer bewaffneter Männer aus dem Norden" angegriffen worden.

Die Patrouille habe "Terroristen" verfolgt, die am Montag ein Hochsicherheitsgefängnis rund 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Niamey attackiert hatten. Dabei war ein nigrischer Soldat getötet worden.

Zunächst sei ein Militärfahrzeug über einen Sprengsatz gefahren und explodiert. Anschließend hätten sich die nigrischen Soldaten und die Angreifer einen Schusswechsel geliefert.

Nach einem Bericht der nigrischen Website Actuniger bestand die Patrouille aus 52 Soldaten. Die Kämpfe seien äußerst brutal gewesen und hätten sich über zwei Stunden hingezogen. Nur 22 Soldaten seien in die Militärbasis von Ouallam zurückgekehrt.

Die Region Tillaberi wird seit einigen Jahren von Gewalt durch Jihadisten-Kämpfer erschüttert, die aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso kommen. Seit Ende 2018 geht die nigrische Armee gegen die Kämpfer vor. Die EU beteiligt sich im Niger im Rahmen der Mission EUCAP an der Ausbildung von Sicherheitskräften. Auch Deutschland ist daran beteiligt.

Quelle: Apa/Ag.

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