Weltpolitik

17 Tote bei Luftangriff in Äthiopiens Konfliktregion Tigray

In der äthiopischen Unruheregion Tigray sind bei einem Drohnenangriff 17 Zivilisten getötet worden. Bei der Attacke in der Ortschaft Mai Tsebri wurden am Montagabend dutzende weitere Menschen verletzt, wie es aus humanitären Kreisen am Dienstag hieß. Erst vor wenigen Tagen wurden bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in der der Kleinstadt Dedebit mehr als 50 Menschen getötet. Internationale Hilfsorganisationen setzten daraufhin ihre Arbeit aus.

€thiopische Soldaten im Einsatz gegen Tigray-Rebellen (Archivbild) SN/APA/AFP/AMANUEL SILESHI
€thiopische Soldaten im Einsatz gegen Tigray-Rebellen (Archivbild)

In Mai Tsebri habe der Angriff 17 Menschen getroffen, die in einer Getreidemühle arbeiteten, sagte ein humanitärer Helfer unter Berufung auf Augenzeugen. Die Zunahme der Luftangriffe in Tigray sei "alarmierend", hatte das UNO-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) bereits nach dem Angriff in Dedebit erklärt. Die Rebellengruppe TPLF machte die Regierung für den Angriff auf das Flüchtlingslager verantwortlich.

Der bewaffnete Konflikt zwischen der Regierung in Addis Abeba und der TPLF hatte im November 2020 mit einer Offensive der Regierungstruppen in Tigray begonnen. Seither wurden tausende Menschen getötet und mehr als zwei Millionen in die Flucht getrieben. Die Vereinten Nationen werfen den Konfliktparteien schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

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