Weltpolitik

18-jähriger Ägypten-Rückkehrer unter IS-Verdacht

Gegen einen aus Ägypten zurückgekehrten 18-Jährigen aus Gießen ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Das Ermittlungsverfahren sei wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat eingeleitet worden, so die Oberstaatsanwaltschaft. Der Beschuldigte soll versucht haben, sich in Ägypten Kämpfern der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) anzuschließen.

Zuvor hatte das deutsche Auswärtige Amt bestätigt, dass der Mann in der Nacht nach Deutschland zurückgekehrt ist. Mit Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte wollte eine Sprecherin aber keine weiteren Angaben machen. Der 18-Jährige war ebenso wie ein 23-jähriger Göttinger, der Ende vergangener Woche nach Deutschland zurückkehrte, mehrere Wochen von den ägyptischen Behörden festgehalten worden.

Laut "Spiegel" war der Mann aus Gießen eine Woche vor Weihnachten nach Luxor gestartet und wollte von dort noch am selben Tag nach Kairo weiterzufliegen. Seit der Landung in Luxor sei er spurlos verschwunden, weshalb seine Familie eine Vermisstenanzeige stellte. Erst später stellte sich heraus, dass die ägyptischen Behörden ihn offenbar wegen Terrorverdachts festhielten. Die Auswertung elektronischer Geräte und die Vernehmung dauerten noch an.

Quelle: Apa/Ag.

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