Weltpolitik

19 Tote bei Demonstrationen im Kongo

Bei Demonstrationen gegen Joseph Kabila, dem Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, sind nach Angaben der Vereinten Nationen in der Hauptstadt Kinshasa 19 Menschen getötet worden. Zudem wurden rund 45 weitere Menschen verletzt und mehr als 200 festgenommen, wie der UNO-Direktor für Menschenrechte in der DR Kongo, Jose Maria Aranaz, am Mittwoch sagte.

Seit Tagen wir protestiert.  SN/APA (AFP)/EDUARDO SOTERAS
Seit Tagen wir protestiert.

Kabilas zweite und laut Verfassung letzte Amtsperiode als Präsident war am Montag ausgelaufen. Die Opposition wirft Kabila vor, illegal an der Macht festhalten zu wollen.

Seit Wochenbeginn waren in mehreren Städten Demonstranten, die seinen Rücktritt fordern, mit Sicherheitskräften zusammengestoßen. Ein Sprecher der UNO-Friedensmission in der DR Kongo kritisierte "unverhältnismäßige Gewaltanwendung" durch Sicherheitskräfte und den Einsatz tödlicher Waffen gegen Protestierende.

Die für November geplante Präsidentenwahl war mit der Begründung unvollständiger Wahlvorbereitungen auf 2018 verschoben worden. Kabila dürfte nach verfassungsrechtlichen Bestimmungen kein drittes Mandat erhalten. Er steht seit 2001 an der Spitze des zentralafrikanischen Landes.

Oppositionsführer Etienne Tshisekedi rief zu Wochenbeginn die Bevölkerung und die internationale Gemeinschaft dazu auf, Kabila nicht länger als Präsidenten anzuerkennen.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 19.09.2018 um 02:42 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/19-tote-bei-demonstrationen-im-kongo-589168

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