Weltpolitik

19 Zivilisten bei Luftangriff in Nordsyrien gestorben

Bei einem Luftangriff auf einen nordsyrischen Ort unter Kontrolle der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sind offenbar mindestens 19 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter drei Kinder. Dutzende Menschen seien verletzt worden, als Kampfjets das Dorf Thalthana bombardiert hätten, meldete die Syrische "Beobachtungsstelle für Menschenrechte" am Mittwoch.

Nach deren Einschätzung waren Jets der türkische Luftwaffe für den Angriff verantwortlich. Die Angaben der in Großbritannien ansässigen Stelle sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen.

Von türkischer Seite gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Der Beobachtungsstelle zufolge leben in dem Ort mehrheitlich Kurden. Er liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich der Großstadt Aleppo. Die Türkei und die US-Koalition gehen in der Region gegen die Extremisten vor.

Der IS hat zwar in den vergangenen Monaten Gebiete in Syrien verloren, kontrolliert aber im Norden und Osten des Landes weiterhin große Gebiete. Zuletzt rückten von der Türkei unterstützte syrische Rebellen gegen die Terrormiliz vor.

Bei Kämpfen zwischen der türkischen Armee und dem IS in der Nähe des nordsyrischen Ortes Al-Rai wurde ein türkischer Soldat getötet, wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch meldete. Drei weitere Soldaten seien unweit der Grenze verletzt worden. Auch 18 Kämpfer der Extremisten seien ums Leben gekommen.

Die Türkei hatte im August erstmals eine Bodenoffensive in Syrien begonnen, mit der sie syrische Rebellen unterstützt. Der Einsatz richtet sich gegen den IS, aber auch gegen kurdische Einheiten. Seit Beginn der Offensive kamen der Beobachtungsstelle zufolge mindestens sieben türkische Soldaten ums Leben.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 20.08.2018 um 04:20 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/19-zivilisten-bei-luftangriff-in-nordsyrien-gestorben-1002760

Schlagzeilen