Weltpolitik

20 Anschläge 2017 in Frankreich vereitelt

Die französischen Sicherheitsbehörden haben 2017 nach Angaben von Innenminister Gerard Collomb 20 Anschläge vereitelt. In einem Interview mit der Zeitung "Le Progres" sagte Collomb, es gebe kein "risikofreies Terrain". Im November veröffentlichten Daten zufolge wurden bis zum damaligen Zeitpunkt 13 Anschläge verhindert. Zu den hinzugekommenen sieben weiteren wollte sich Collomb nicht äußern.

Collomb machte keine Angaben zu jüngst vereitelten Anschlägen SN/APA (AFP)/GUILLAUME SOUVANT
Collomb machte keine Angaben zu jüngst vereitelten Anschlägen

Das Interview mit Collomb erschien kurz nach dem dritten Jahrestag des Anschlags auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo". Frankreich hatte am Sonntag erneut der zwölf Todesopfer gedacht. Zwei Islamisten hatten am 7. Jänner 2015 die Redaktionsräume von "Charlie Hebdo" gestürmt und das Feuer eröffnet. Unter den Anschlagsopfern waren einige der bekanntesten Karikaturisten Frankreichs. Ein Komplize der beiden "Charlie Hebdo"-Attentäter erschoss zwei Tage nach der Attacke bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris vier Menschen.

Die beiden Attacken vom Jänner 2015 waren der Auftakt einer blutigen islamistischen Anschlagsserie in Frankreich, der bisher insgesamt 241 Menschen zum Opfer gefallen sind. Beim schwersten Anschlag wurden am 13. November 2015 bei Attacken auf den Musikclub Bataclan, das Fußballstadion Stade de France und eine Reihe von Bars und Restaurants in Paris 130 Menschen getötet.

Quelle: Apa/Ag.

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