Weltpolitik

21 Soldaten bei Anschlag auf Militärbasis in Mali getötet

Bei einem Angriff mutmaßlicher Jihadisten auf einen Armeestützpunkt in Mali sind am Sonntag mindestens 21 malische Soldaten getötet worden. Wie aus Militärkreisen verlautete, kamen die Angreifer mit Autos und Motorrädern und stürmten den Stützpunkt Dioura in der Region Mopti im Zentrum des Landes. Es sei davon auszugehen, dass sie von einem desertierten Oberst angeführt wurden.

Der Anschlag sei von "terroristischen Gruppen unter dem Kommando von Ba Ag Moussa, einem desertierten Oberst" begangen worden, teilte die malische Armee mit. Militärkreisen zufolge wurden bisher 21 Leichen gefunden. Ein örtlicher Politiker bestätigte die Zahl.

Malis Präsident Ibrahim Boubakar Keita schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, das malische Volk stehe "vereint gegen schreckliche Taten". Eine Opferzahl nannte er nicht.

Das westafrikanische Mali ist seit 2012 Aufmarschgebiet für islamistische Gruppierungen, die damals die Kontrolle über den Norden des Landes übernahmen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiterhin Instabilität. In Mali ist auch das österreichische Bundesheer im Einsatz, es beteiligt sich an der EU-Trainingsmission für die malischen Streitkräfte (EUTM) und an der UN-Mission MINUSMA.

Quelle: Apa/Ag.

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