Weltpolitik

25 Tote bei Massaker an Zivilisten im Kongo

Bei einem ethnisch motivierten Massaker sind in einem Dorf im Osten der Demokratischen Republik Kongo 25 Zivilisten umgebracht worden. Die sogenannte Mai-Mai-Mazembe-Miliz habe das Massaker am Samstagmorgen in Kyaghala und Umgebung mit Macheten verübt, sagte der örtliche Gesandte des Gouverneurs der Provinz Nord-Kivu der Nachrichtenagentur AFP. Alle Opfer gehörten der Volksgruppe der Hutu an.

Die sogenannte Mai-Mai-Mazembe-Miliz habe das Massaker am Samstagmorgen in Kyaghala und Umgebung mit Macheten verübt, sagte der örtliche Gesandte des Gouverneurs der Provinz Nord-Kivu der Nachrichtenagentur AFP. Alle Opfer gehörten der Volksgruppe der Hutu an. Die Mehrheit der in Kyaghala lebenden Menschen gehört ebenso den Hutu an. Sie werden von den angestammten Gruppen der Nande, Hunde und Kobo als zugewanderte Fremde betrachtet.

Papst Franziskus rief die politische Führung der Demokratischen Republik Kongo am Sonntag bei seinem Angelus-Gebet auf, gegen die in weiten Landesteilen herrschende Gewalt und die Rekrutierung von Kindersoldaten einzuschreiten. "Wir hören weiter traurige Nachrichten von gewalttätigen und brutalen Zusammenstößen in der Region Kasai", sagte der Papst. Er fühle mit den Opfern, vor allem den "vielen Kindern, die ihren Familien entrissen werden, um als Soldaten eingesetzt zu werden".

In der Demokratischen Republik Kongo wurden in den vergangenen Monaten mehrere hundert Menschen getötet, Zehntausende ergriffen aus Furcht vor Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Milizen die Flucht. Nur mühsam wurde zur Jahreswende ein politischer Kompromiss erzielt, der es Präsident Joseph Kabila erlaubte, über das eigentliche Ende seiner Amtszeit hinaus an der Macht zu bleiben. Nun sollen Ende 2017 Neuwahlen stattfinden. Der Kompromiss wurde mit Vermittlung der katholischen Bischöfe erzielt.

Quelle: Apa/Ag.

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