Weltpolitik

27.000 Menschen nach Kämpfen in Zentralafrika auf der Flucht

Knapp eine Woche nach dem Ausbruch neuer Kämpfe im Norden der Zentralafrikanischen Republik sind laut Vereinten Nationen rund 27.000 Menschen auf der Flucht. Bei den Gefechten bewaffneter Gruppen in der Stadt Batangafo habe es auch Tote und Verletzte gegeben, erklärte ein UN-Sprecher am Dienstag in Genf.

Die Situation sei extrem instabil und es müsse mit "weiteren Kämpfen der Milizen und Racheakten gegen Zivilpersonen" gerechnet werden. Bei den Kämpfen waren am vergangenen Mittwoch zahlreiche Häuser, ein Marktplatz und auch ein Lager für Binnenflüchtlinge in Flammen aufgegangen.

Rund 1,2 Millionen Zentralafrikaner - etwa ein Viertel der Bevölkerung - sind in dem Krisenland auf der Flucht vor Gewalt. In der Zentralafrikanischen Republik war Ende 2012 ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. Erst infolge einer französischen Militärintervention, der ein UN-Friedenseinsatz folgte, stabilisierte sich die Lage. Allerdings kommt es seit 2017 wieder verstärkt zu Kämpfen.

Quelle: Apa/Dpa

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