Weltpolitik

27 Tote bei Gefecht zwischen Armee und Extremisten am Sinai

Bei einem Zusammenstoß des ägyptischen Militärs mit bewaffneten Extremisten sind im Norden der Halbinsel Sinai 27 Menschen getötet worden, darunter zwölf Soldaten. Eine Gruppe von "Terroristen" habe am Morgen westlich des Ortes Al-Arish eine Stellung des Militärs angegriffen, teilte Armeesprecher Mohammed Samir am Freitag mit.

Auf beiden Seiten gab es demnach Verletzte. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Im wirtschaftlich stark vernachlässigten Norden des Sinais kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen Sicherheitskräften und Extremisten. Die dort aktive Terrorgruppe Ansar Beit al-Maqdis hatte sich im November 2014 der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen und bezeichnet sich seitdem als "Provinz Sinai" ("Wilayat Sinai") des IS. Die Behörden machen sie für den Tod von hunderten Polizisten und Soldaten seit 2013 auf der Halbinsel verantwortlich.

Der jihadistische Aufstand dort begann nach der Entmachtung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch den damaligen Armeechef und heutigen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi. Die Gruppe Provinz Sinai hatte sich auch dazu bekannt, eine Bombe in dem russischen Flugzeug platziert zu haben, bei dessen Absturz am 31. Oktober auf dem Sinai alle 224 Insassen getötet wurden

Quelle: Apa/Ag.

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