Weltpolitik

3.300 Migranten aus dem Mittelmeer gerettet

3.300 Migranten sind am Freitag bei 24 Einsätzen im Mittelmeer gerettet worden. Dabei wurden auch sieben Leichen geborgen, teilte die italienische Küstenwache, die die Rettungseinsätze koordinierte, mit. Die Migranten befanden sich an Bord von 20 Schlauchbooten, einem Schiff und vier kleineren Booten. Vor der libyschen Küste waren bereits am Donnerstag rund 1.400 Menschen gerettet worden.

165.000 Flüchtlinge werden derzeit in Italien versorgt. Im Gesamtjahr 2015 waren es 103.792. Die Lombardei ist zusammen mit Sizilien die italienische Region, welche die meisten Migranten aufgenommen hat, gefolgt von Latium mit der Hauptstadt Rom, Venetien und Piemont, teilte das Innenministerium in Rom mit.

Die zypriotische Küstenwache hat 84 Flüchtlinge aus Syrien aus einem in Seenot geratenen Boot gerettet. Die Menschen - darunter auch Dutzende Kinder - hatten wegen eines Motorschadens ihres Bootes wenige Kilometer vor der Küste der kleinen Hafenstadt Polis im Nordwesten der Insel am Donnerstagabend ein Notsignal gesendet.

Das Boot sei ins Schlepptau genommen und am Freitagmorgen in den kleinen Hafen Latsi gebracht worden, zitierte das Staatsradio "RIK" einen Polizeisprecher. Alle Menschen seien wohlauf.

Die Flüchtlinge sind nach eigenen Angaben vom südtürkischen Hafen Mersin aus gestartet. Der Kapitän habe das Boot kurz vor Erreichen Zyperns verlassen und sei an Bord eines Schnellbootes in Richtung Türkei gefahren. In den vergangenen Wochen waren auf dieser Route einige Dutzend Migranten nach Zypern gekommen. 

Die Zahl der Flüchtlinge auf Zypern hält sich bisher in Grenzen. Rund 600 Migranten leben in zwei Aufnahmelagern der Insel. Gut 100 weitere Schutzsuchende befinden sich in britischen Stützpunkten auf der Insel im östlichen Mittelmeer.

Quelle: Apa/Dpa

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