Weltpolitik

30.000 Menschen demonstrierten für Polizisten in Hongkong

In Hongkong sind am Mittwoch mehr als 30.000 Menschen aus Solidarität mit sieben inhaftierten Polizisten auf die Straße gegangen, die wegen Gewalt gegen einen Demonstranten verurteilt worden waren. Wie auf TV-Bildern zu sehen war, beteiligten sich vor allem Kollegen außer Dienst und frühere Polizisten an den Protesten im Bezirk Kowloon.

Aus Solidarität auf die Straße.  SN/APA (AFP)/STR
Aus Solidarität auf die Straße.

Mehrere mit der Polizei verbundene Organisationen hatten zu der Kundgebung aufgerufen. "Die Botschaft ist, dass wir die Familien der sieben Polizisten unterstützen", sagte ein Beamter, der anonym bleiben wollte, der Zeitung "South China Morning Post". Die Polizisten waren am Freitag vergangener Woche zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil sie den Aktivisten Ken Tsang zusammengeschlagen hatten. Sie entgingen aber dem Vorwurf der absichtlichen schweren Körperverletzung.

Der Vorfall ereignete sich 2014 während der Proteste der Demokratiebewegung, die freie Wahlen in Hongkong gefordert hatte. Von dem Übergriff gibt es Videoaufnahmen, die in Hongkong für Entsetzen gesorgt und das Vertrauen in die Polizei beschädigt hatten. Darauf war zu sehen, wie der gefesselte Aktivist in eine dunkle Ecke gezogen und dort von den Polizisten geschlagen und getreten wird.

Quelle: Apa/Ag.

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