Weltpolitik

30 Zivilisten im syrischen Al-Bab bei IS-Angriff getötet

Bei einem Angriff des IS in der nordsyrischen Stadt Al-Bab sind türkischen Militärangaben zufolge 30 Zivilisten getötet worden. Viele seien verwundet worden, als die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" sie am Sonntag daran hindern wollte, aus der umkämpften Stadt zu fliehen, teilte das türkische Militär am Montag mit.

Nach Aleppo verlagert sich Geschehen nach Al-Bab.  SN/APA (AFP/Archiv)/GEORGE OURFALIA
Nach Aleppo verlagert sich Geschehen nach Al-Bab.

Unterdessen hat die Türkei die von den USA geführte Anti-IS-Koalition aufgefordert, sie im Kampf um die nordsyrische Stadt Al-Bab zu unterstützen. Die Koalition müsse ihrer Pflicht nachkommen und aus der Luft helfen, sagte der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, am Montag.

Zuletzt seien 226 Extremisten der Islamistenmiliz "Islamischer Staat" außer Gefecht gesetzt worden, sagte Kalin weiter. Von der Türkei unterstützte Rebellen belagern seit Wochen Al-Bab.

Die türkische Regierung verlangt seit Jahren einen Abtritt von Präsident Bashar al-Assad. Inzwischen hat sie eine eigene Offensive gestartet, um den IS und Kurdenmilizen von der Grenze zu vertreiben. Die von den USA geführte Koalition kämpft nach eigenen Angaben gegen den IS in Syrien und im Irak, nicht aber gegen die Truppen von Assad.

Neben den 30 getöteten Zivilisten starb laut Nachrichtenagentur Anadolu am Montag auch ein türkischer Soldat an den Folgen seiner Verletzungen. Damit kosteten die schweren Kämpfe seit vergangenem Mittwoch mindestens 17 türkische Soldaten das Leben. Nach Angaben der oppositionsnahen "Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte" vom Sonntag wurden bei türkischen Luftangriffen auf Al-Bab inzwischen mehr als 100 Zivilisten getötet, darunter auch zahlreiche Kinder.

Quelle: Apa/Ag.

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