Weltpolitik

300 Millionen Dollar für befreite IS-Gebiete in Syrien

Die von der jihadistischen Extremisten-Organisation "Islamischer Staat" (IS) befreiten Gebiete in Syrien sollen mit Hilfen im Umfang von 300 Millionen Dollar (263,37 Mio. Euro) stabilisiert werden. Das Geld stamme von einer internationalen Staatengruppe, darunter auch Deutschland, teilte der US-Beauftragte für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, am Freitag mit.

Er kündigte an, derzeit würden Vorbereitungen getroffen, um den IS aus seinen letzten syrischen Bastionen zu vertreiben. Die IS-Milizen haben nach US-Angaben bereits 98 Prozent ihrer Eroberungen in Syrien und im Irak verloren. Die Zukunft Syriens ist auch Thema des Treffens der deutschen Kanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Samstagabend in Meseberg.

Die USA würden vorerst noch in Syrien bleiben, sagte McGurk. "Der Schwerpunkt ist die Beendigung der Kämpfe gegen den IS", sagte er vor dem Hintergrund der Überlegungen von US-Präsident Donald Trump, die amerikanischen Truppen abzuziehen. In Syrien bekämpfen die USA zusammen mit den Mitgliedern der Anti-IS-Koalition die Milizen, die eigentlich militärisch besiegt sind und sich nur noch in einzelnen Gebieten an der Macht halten.

Zu den Verbündeten der USA zählten vergleichsweise moderate Rebellengruppen, die neben dem IS auch den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad bekämpfen. Assad wird von Russland und dem Iran unterstützt. Seine Truppen haben in dem Bürgerkrieg mittlerweile die Oberhand errungen und setzen zum Sturm auf die letzten großen Rebellengebiete im Nordwesten des Landes an. Diese Gebiete werden derzeit mehrheitlich von islamistischen Gruppierungen, aber nicht dem IS, beherrscht.

Quelle: Apa/Ag.

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