Weltpolitik

50 Prozent Frauen - 100 Prozent unsere Zukunft

Am Samstag war International Day of the Girl - und dieser Tag ist absolut wichtig!

50 Prozent Frauen - 100 Prozent unsere Zukunft SN/privat
Meine australische Kollegin und ich während den Verhandlungen.

Unzählige Mädchen und junge Frauen leben in schwierigsten Umständen und sind mit verschiedensten Formen von Diskriminierung konfrontiert:

Mehr als 30% der jungen Mädchen sind von Zwangsheirat betroffen.

65 Millionen Mädchen in Entwicklungsländern besuchen gar keine Schule.

Alle 20 Sekunden wird ein Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung.

Angesichts dieser Zahlen, aber vor allem der Realitäten, die hinter jeder einzelnen Zahl steht, war es natürlich toll, dass letzte Woche der Friedensnobelpreis an Malala Yousafzai verliehen wurde. Sie setzt sich für das Recht auf Bildung für Mädchen ein und wurde groß gefeiert bei einer UNICEF-Veranstaltung, an der ich als Jugenddelegierte teilnehmen durfte. Es ging vor allem um Themen, die Mädchen in Entwicklungsländern betreffen, wie zum Beispiel die Hindernisse einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung zu bekommen, Zwangsheirat und der Zugang zu Verhütungsmitteln. Auch bei der Vorbereitung für meinen Aufenthalt in New York habe ich mich mit Gleichberechtigung beschäftigt - ein Thema, das jungen Menschen ein Anliegen ist: "Wir sind direkt von Diskriminierung betroffen - indem wir statistisch gesehen weniger verdienen, es weniger Politikerinnen gibt etc. Aber auch indirekt - durch die Vorstellungen in unserer Gesellschaft wie Mädchen sein müssen und sich verhalten müssen", erzählt eine Teilnehmerin meines Workshops zu UNO und Menschenrechten. Gleichzeitig gibt es ein höheres Bewusstsein, dass mehr Rechte für Frauen für die ganze Gesellschaft einen riesigen Vorteil bringen, weil auch Männer nicht mehr in altmodische Rollenbilder gepresst werden. Emma Watson hat das in ihrer Rede zu Frauenrechten letzten Monat schön zusammengefasst. Sie hat betont, dass alle Menschen mehr Freiheit haben, wenn sie sich nicht in zwei gegensätzliche Idealbilder von "männlich" und "weiblich" einordnen müssen sondern einfach sie selbst sein können.

Quelle: SN

Aufgerufen am 20.11.2018 um 07:28 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/50-prozent-frauen-100-prozent-unsere-zukunft-3096385

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