Weltpolitik

618.780 Drittstaatsangehörige 2017 illegal in EU

Die Zahl der illegalen Drittstaatsangehörigen in der EU hat 2017 um 37 Prozent abgenommen. 2016 waren es laut Eurostat noch 983.860, im Vorjahr sank diese Zahl auf 618.780 illegal in der EU aufhältige Drittstaatsangehörige. In Österreich gab es einen Rückgang von 49.810 im Jahr 2016 auf 26.660 im Vorjahr.

Zahl der Abweisungen an der Grenze stieg SN/APA (AFP)/RENE GOMOLJ
Zahl der Abweisungen an der Grenze stieg

Die stärkste Reduktion gab es in Deutschland - von 370.555 auf 156.710. In Griechenland nahm die Zahl von 204.820 auf 68.110 ab. Allerdings wurde in der Mehrzahl der EU-Staaten in diesem Bereich eine Steigerung verzeichnet. 15 Staaten hatten im Vorjahr mehr illegal aufhältige Drittstaatsangehörige in ihren Ländern als 2016, wobei die Steigerungen in den kleineren Ländern zahlenmäßig relativ gering waren. Die stärkste Zunahme gab es in Frankreich (91.985 auf 115.085). In Italien stieg die Zahl von 32.365 auf 36.230.

Die Zahl der Abweisungen von illegalen Drittstaatsangehörigen an den Grenzen ist EU-weit von 2016 auf 2017 um 13 Prozent angestiegen. 2016 waren es 388.280 Abweisungen, im Vorjahr erhöhte sich die Zahl auf 439.505. In Österreich gab es einen Anstieg von 460 auf 740 Abweisungen. Die höchste Zahl gab es 2017 in Spanien mit 203.025 Zurückweisungen, was fast die Hälfte des Wertes in der gesamten EU darstellt. In Frankreich stieg die Zahl der Abweisungen von 63.390 auf 86.320 und Polen lag mit 38.660 im Vorjahr an dritter Stelle (2016 waren es 34.485 Abweisungen).

Quelle: APA

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