Weltpolitik

68 Tote nach blutigem Anschlag in Pakistan

Zwei Tage nach einem der schwersten Bombenanschläge in Pakistan in diesem Jahr ist die Zahl der Toten auf 68 gestiegen. Nach neuester Zählung seien am Freitag bei dem Angriff mit gleich zwei Bomben an einem belebten Markt in der Stadt Parachinar in Nordwestpakistan außerdem 229 Menschen verletzt worden, sagte ein Beamter der Stadtverwaltung, Mussarat Hussain, am Sonntag.

Weitere Verletzte erlagen ihren schweren Verletzungen.  SN/APA (AFP)/STR
Weitere Verletzte erlagen ihren schweren Verletzungen.

Zuvor war die Rede von 25 Toten und 80 Verletzten gewesen. Über das Wochenende seien 43 der Verletzten gestorben, sagte Hussain.

Der Anschlag hatte sich offenbar gegen Schiiten gerichtet. Parachinar in Kurram, einem halbautonomen Territorium an der Grenze zu Afghanistan, ist mehrheitlich von Schiiten bewohnt und oft Ziel von Anschlägen sunnitischer Extremisten. Zu der Tat hatte sich die Terrorgruppe Lashkar-e Jangvi al-Almi bekannt.

Der Freitag war mit insgesamt drei Anschlägen und nunmehr mindestens 86 Toten und rund 250 Verletzten einer der blutigsten Tage in Pakistan in diesem Jahr. Vor und nach dem Anschlag in Parachinar gab es einen Bombenanschlag im westpakistanischen Quetta mit 14 Toten und 16 Verletzten sowie den Mord an vier Polizisten im südpakistanischen Karachi, bei dem auch ein weiterer Polizist verletzt wurde.

Nach zwei relativ ruhigen Jahren erlebt Pakistan eine Wiedergeburt des Terrors. Allein im Februar waren bei Anschlägen innerhalb weniger Tage rund 130 Menschen getötet worden.

Quelle: Apa/Dpa

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