Weltpolitik

894 Migranten durch EU-Türkei-Flüchtlingspakt abgeschoben

Griechenland und die Europäische Grenzschutzagentur Frontex haben seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im April 2016 insgesamt 894 Flüchtlinge und Migranten aus den Inseln der Ostägäis in die Türkei abgeschoben. Das gab die Polizei in der Nacht auf Samstag in der griechischen Hauptstadt Athen bekannt.

Derzeit 14.700 Flüchtlinge auf den Ostägäis-Inseln.  SN/APA (Archiv(AFP)/ARIS MESSINIS
Derzeit 14.700 Flüchtlinge auf den Ostägäis-Inseln.

Das EU-Türkei-Abkommen war im April 2016 in Kraft getreten. Es sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen und kein Asyl erhalten, zurückschicken kann. Die Überprüfung der Asylanträge dauert wegen Personalmangels meist lange. Auf den Ostägäis-Inseln harren zurzeit knapp 14.700 Migranten und Flüchtlinge aus.

Griechenland hat zudem in den vergangenen 14 Monaten im Rahmen eines bilateralen Abkommens aus dem Jahr 2001 mit der Türkei 1.196 Migranten ins Nachbarland abgeschoben. Weitere 628 Migranten wurden im Rahmen eines freiwilligen Rückführungsprogramms in Kooperation mit der Internationalen Organisation für Migration direkt aus Griechenland in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt, teilte die Polizei in Athen weiter mit.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 16.11.2018 um 08:05 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/894-migranten-durch-eu-tuerkei-fluechtlingspakt-abgeschoben-362059

Schlagzeilen