Weltpolitik

90 VIPs drängen auf "Ja" zu Renzis Italien-Reform

Weniger als zwei Wochen vor dem Referendum über die Verfassungsreform setzen Italiens Premier Matteo Renzi und die Verfechter des "Ja" auf bekannte Gesichter aus Politik, Kultur, Sport und Showbusiness, um für ihr Lager zu werben.

90 VIPs drängen auf "Ja" zu Renzis Italien-Reform SN/APA (Archiv/AFP)/ANDREAS SOLARO
Renzis Zukunft entscheidet sich am Referendum.

90 VIPs unterzeichneten einen Appell für die Verfassungsreform, die ihrer Ansicht nach eine einmalige "Chance für Italiens Wandlung" darstelle.

Regisseur und Oscar-Preisträger Roberto Benigni, seine Kollegen Paolo Sorrentino und Gabriele Salvatores, der Tenor Andrea Bocelli, das Sängertrio Volo, der Dirigent Zubin Mehta und der Startänzer Roberto Bolle zählen zu den Prominenten, die Renzis Kampagne unterstützen. Die Petition für ein "Ja" beim Referendum unterzeichneten auch die Schriftstellerin Susanna Tamaro, die Schauspielerin Stefania Sandrelli und der ehemalige Fußballstar Marco Tardelli. Das Referendum biete den Italienern eine einmalige Gelegenheit zur Verfassungsrevision, auf die das Land seit zu vielen Jahren schon warte, argumentieren die Promis.

Laut Regierung soll die Verfassungsreform mehr Stabilität schaffen, da Italien innerhalb von rund 70 Jahren 63 Regierungen hatte. Mit der Reform soll die Macht des Senats im Parlament beschnitten werden. Die Volksvertreter sollen Regierungen nicht mehr stürzen und Gesetzesvorhaben dauerhaft blockieren können. Kritiker fürchten dagegen um die Gewaltenteilung.

Vom Referendumsergebnis hängt Renzis politische Zukunft ab. Ein mehrheitliches Nein der Italiener wäre eine schwere Niederlage für den seit zweieinhalb Jahren amtierenden Ministerpräsidenten.

Quelle: APA

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