Weltpolitik

Abtreibungsverbot nach Protesten in Polen vor dem Aus

Nach massiven Protesten könnte die Verschärfung der Abtreibungsgesetze in Polen kurz vor dem Aus stehen. In einer kurzfristig einberufenen Sitzung stimmte der zuständige Parlamentsausschuss am Mittwochabend dafür, den heftig umstrittenen Gesetzentwurf einer Bürgerbewegung zu verwerfen. Das Parlament muss dem noch zustimmen.

Abtreibungsverbot nach Protesten in Polen vor dem Aus SN/APA (AFP)/JANEK SKARZYNSKI
Proteste zeigten Wirkung.

Die Initiative "Stop Aborcji" ("Stoppt Abtreibungen") sah ein Totalverbot von Schwangerschaftsabbrüchen sowie Haftstrafen für Frauen und Ärzte vor. Sie wurde von Menschenrechtlern und Frauenbewegungen scharf kritisiert.

Das Parlament, in dem die PiS die absolute Mehrheit hat, hatte den Entwurf in erster Lesung angenommen und damit massive Proteste ausgelöst. Am Montag gingen landesweit Zehntausende Polinnen auf die Straße. Die Ablehnung des Entwurfs erfolgte nun auf Antrag des PiS-Abgeordneten Witold Czarnecki. Die schnelle Reaktion vonseiten der Regierung werteten Gegner des Abtreibungsverbots als Erfolg ihrer Proteste.

(APA)

Aufgerufen am 22.05.2018 um 01:36 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/abtreibungsverbot-nach-protesten-in-polen-vor-dem-aus-1002259

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