Weltpolitik

Acht Abgeordnete fehlten in Barcelona

Das Parlament Kataloniens konstituierte sich - und die Separatisten überlegen, wie sie Carles Puigdemont wieder ins Amt hieven könnten.

Roer Torrent (Bildmitte) wurde mit den Stimmen der Separatisten zum Parlamentspräsidenten gewählt. Er gilt als Hardliner.  SN/APA/AFP/LLUIS GENE
Roer Torrent (Bildmitte) wurde mit den Stimmen der Separatisten zum Parlamentspräsidenten gewählt. Er gilt als Hardliner.

Es war die erste Sitzung des katalanischen Parlaments nach der Regionalwahl im Dezember, bei der die Unabhängigkeitsbefürworter ihre knappe absolute Mehrheit bestätigt hatten. Aber acht Sitze blieben nun leer, weil die betreffenden Abgeordneten aus nicht ganz gewöhnlichen Gründen verhindert waren: Drei sitzen in U-Haft. Fünf sind vor der Justiz nach Belgien geflüchtet, darunter Kataloniens Ex-Ministerpräsident Carles Puigdemont, der sich trotzdem wieder ins Regierungsamt wählen lassen will. Gelbe Schleifen leuchteten auf den leeren Abgeordnetensesseln. Damit wollten die Separatisten ihre Solidarität mit den fehlenden Politikern ausdrücken, die nach ihrer Meinung "aus politischen Gründen" von der Justiz verfolgt werden. Spaniens Nationaler Gerichtshof ermittelt gegen die Betreffenden, weil sie versucht haben sollen, mit illegalen Methoden die Unabhängigkeit Kataloniens durchzusetzen.

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